In ihrer Heimat fallen die Bomben – und die Städte brennen. Olga Tscherepowa und ihre Familie haben in der Schweiz Unterschlupf gefunden. Eine Momentaufnahme aus einer über Nacht gewachsenen Zürcher Familie
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

In ihrer Heimat fallen die Bomben – und die Städte brennen. Olga Tscherepowa und ihre Familie haben in der Schweiz Unterschlupf gefunden. Eine Momentaufnahme aus einer über Nacht gewachsenen Zürcher Familie

Seit Donnerstag vergangener Woche ist unsere Familie um vier Verwandte aus der ostukrainischen Stadt Sumy gewachsen. Meine Cousine Olga Tscherepowa (46) und ihr Mann Anatoli Tscherepow (60) sind mit den Kindern Michail (17) und Mascha (9) bei uns eingezogen.

Improvisation ist gefragt. Denn wir wohnen (wegen eines Umbaus) auf halb so viel Platz wie gewöhnlich mit doppelt so vielen Personen. Aber das Erstaunliche ist: Es funktioniert tadellos – weil sich die Gäste rührend darum bemühen, mitzuhelfen, und weil die Solidarität im Umfeld überwältigend ist – von Freunden, Bekannten, der Gemeinde, aber auch von fremden Menschen. Unter anderem hat der Verwaltungsratspräsident der Modekette Tally Weijl, Beat Grüring, unkompliziert entschieden, dass sich alle Menschen mit ukrainischem Pass in ihren Filialen neu einkleiden dürfen. Für Mascha Tscherepowa war das wie Weihnachten und Geburtstag zusammen.

In ihrer Heimat fallen die Bomben – und die Städte brennen. Olga Tscherepowa und ihre Familie haben in der Schweiz Unterschlupf gefunden. Eine Momentaufnahme aus einer über Nacht gewachsenen Zürcher Familie

Doch über allem hängt der Schrecken des Krieges. Tröpfchenweise erzählen unsere Gäste, was sie auf ihrer Flucht durchgemacht haben. Vor allem in den Städten herrsche panische Angst. Der Lärm der Waffen sei lähmend, an Schlaf sei nicht zu denken gewesen. Besonders die Kinder stehen unter Schock, sagt Olga – und nimmt ihre Tochter in den Arm.

Und wie geht diese tragische Geschichte aus? Niemand weiss es. Aber Olga und Anatoli geben sich kämpferisch: «Wenn es Wahrheit und Gerechtigkeit gibt, hält die Ukraine stand. Die Russen dachten, dass sie unser Land in zwei Tagen überrennen. Und jetzt stossen sie auf erbitterten Widerstand. Unsere Soldaten geben nicht auf.»

 

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.