ARD und ZDF planen zwei getrennte TV-Duelle zur Bundestagswahl 2025. Ein Duell zwischen Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Friedrich Merz (CDU) am 9. Februar sowie ein separates Duell zwischen Robert Habeck (Grüne) und Alice Weidel (AfD). Begründet wurde die Entscheidung mit den Umfragewerten: Die Union liegt deutlich vorn, Merz sei der aussichtsreichste Herausforderer von Scholz.
Das sorgt für Kritik bei den Grünen. Die Co-Fraktionschefin Katharina Dröge kritisierte auf X: «Sagt mal, ARD und ZDF, ist das wirklich ernst gemeint? Nur SPD und CDU einzuladen? Mit freundlicher Unterstützung zurück zur Groko? Oder was für ein Land soll das abbilden?»
Ihre Kollegin Britta Hasselmann nannte die Entscheidung «inakzeptabel» und sprach von unzulässigen «Setzungen», die man in diesem extrem kurzen Wahlkampf vornehmen wolle. Fraktionsgeschäftsführerin Irene Mihalic warf ARD und ZDF vor, politische Fakten zu schaffen, «die an der Realität vorbeigehen». Die Entscheidung sei «unter vielen Gesichtspunkten sehr fragwürdig und inakzeptabel».
Ein gemeinsames Duell von Scholz, Merz und Habeck kam nicht zustande, da die AfD in Umfragen vor den Grünen liegt. Ein Vierer-Duell mit Weidel lehnten die Sender offenbar ab und entschieden sich stattdessen für die Aufteilung in zwei Formate.