Mehrere Wirtschaftsverbände haben sich am Montag entschieden gegen eine politische Anhebung des Mindestlohns auf 15 Euro ausgesprochen. In einer gemeinsamen Erklärung warnen sie vor «einem spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Inflation». Dies berichtet die Bild-Zeitung.
«Der Mindestlohn ist seit 2022 um mehr als 30 Prozent gestiegen», heisst es in dem Papier. «Viele Arbeitgeber, insbesondere im Mittelstand, können das finanziell bereits heute nicht mehr stemmen.»
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Unterzeichnet wurde die Erklärung unter anderem von Handelsverband, Bauernverband, dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks und Gesamtmetall. Die Verbände kritisieren eine mögliche politische Einflussnahme auf die unabhängige Mindestlohnkommission.
Eine weitere Erhöhung auf 15 Euro würde laut der Erklärung zu «zahlreichen Insolvenzmeldungen», steigenden Lohnnebenkosten und einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit führen. «Ausserdem wird die Inflation weiter befeuert, und die Preise steigen.»