Die Politsendung «Arena» des Schweizer Fernsehens vom 22. August galt den US-Zöllen, der Ukraine und Gaza. In einer wohlvorbereiteten, wacker eingeübten Rede versuchte SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer, die anderen Präsidenten der Bundesratsparteien wegen deren Amerikapolitik der Reihe nach verbal abzuwatschen.
Um ihre Rhetorik noch besser glänzen zu lassen, griff die SP Schweiz jetzt allerdings in eine schmutzige Trickkiste. Sie fälschte auf ihrem offiziellen Instagram-Profil den Auftritt und schnitt ihn nach ihrem Gusto zusammen. Als Mattea Meyer den SVP-Präsidenten so richtig einstudiert abkanzelte – wahrscheinlich hatte sie die Wirkung in den sozialen Medien schon im Kopf –, nickte Dettling dazu und öffnete stumm den Mund. Der Ausschnitt sollte suggerieren, dass Dettling von der meyerschen Attacke derart überrumpelt wurde, dass er nur noch zustimmen und nicht einmal mehr Papp sagen konnte.
In Wahrheit hat die sozialdemokratische Fälscherwerkstatt auf Bundesebene jene Anfangssequenz hineingeschnitten, in der Marcel Dettling dem «Arena»-Publikum vorgestellt wird und einen guten Abend wünscht. Solche mediale Gaunereien kann sich nur die SP Schweiz leisten, weil 75 Prozent der Journalisten auf ihrer (linken) Seite stehen.
Ziemlich dreist war auch die Aussage von Mattea Meyer, sie sei «jede Sekunde stolz» auf die Jungsozialisten. Nun ist eine Politikerin wahrlich bedauernswert, wenn sie an nichts anderes denkt, als im Sekundentakt an die Jusos. Und das mit dem Stolz in jeder Sekunde ist auch so eine Sache. Hoffentlich ist die SP-Co-Präsidentin nicht stolz auf die abstossenden Boykottaufrufe gegen israelische Produkte, welche die Jusos unterstützen.
Ist Mattea Meyer jede Sekunde stolz auf jene Jungsozialisten, die im Pornografie-Portal «Youporn» eine Anzeige mit SVP-Bundesrat Guy Parmelin geschaltet haben? Oder auf jene angeblichen Kämpfer gegen den Sexismus unter den Jusos, die drei prominente Schweizer Wirtschaftsexponenten völlig nackt auf Plakaten präsentierten?
Ist Mattea Meyer stolz auf das Juso-Wahlvideo, in dem auf einen Mercedes-Stern gepinkelt wurde? Oder auf jenen Juso-Präsidenten, der einen Zürcher SVP-Nationalrat und prominenten Gesundheitspolitiker als «Arschloch» betitelte? Offenbar ist sie sogar Sekunde um Sekunde stolz auf jenen Juso-Nationalratskandidaten, der im Aargau das Auto eines SVP-Lokalpolitikers abgefackelt hat.
Wie sagte doch schon William Shakespeare? «Elende sind auf kleine Dinge stolz.»