Investieren nach Trumps Zöllen: Ist Silber spannender als Aktien?
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Investieren nach Trumps Zöllen: Ist Silber spannender als Aktien?

Trumps Zollpolitik bringt nur ins Wanken, was ohnehin schon in Schieflage ist: unser Finanz- und Wirtschaftssystem. Werner J. Ullmann, CEO der BB Wertmetall, erklärt, wo die wirklichen Gefahren für Anlegerinnen und Anleger liegen. Er rät, sich mit Edelmetallen vor «Erschütterungen» zu schützen. Dabei ist Silber besonders interessant.
Silber ist äusserst knapp: Die Nachfrage steigt seit Jahren – die Minenproduktion ist gesunken.

Herr Ullmann, die Zollpolitik von Donald Trump hat die Börsen erschüttert. Sollten sich Anlegerinnen und Anleger für weitere Beben vorbereiten?

Auf jeden Fall. Aber es wäre falsch, den US-Präsidenten allein für die Turbulenzen verantwortlich zu machen. Donald Trump hat den Amerikanern eine Reindustrialisierung der USA versprochen. Die neuen US-Zölle sind aus seiner Sicht ein Versuch, die Rahmenbedingungen für das heimische Unternehmertum zu verbessern. Wir vergessen oft, dass einige der heute erfolgreichen asiatischen Tigerstaaten ihre Wirtschaft mit protektionistischen Massnahmen aufgebaut haben. China erhebt bis heute substanzielle Zölle auf US-Waren und auch die EU verteuert gewisse US-Produkte wie Motorräder, Motorboote und Whisky mit 40 Prozent Steuern. Interessant finde ich, dass vor allem Finanztitel wie UBS von Trumps Ankündigung hart getroffen wurden. Das deutet darauf hin, dass es in der aktuellen Krise um mehr geht als um Zölle.

Könnte unser ganzes Wirtschafts- und Finanzsystem ins Wanken geraten?

Die Verschuldung der USA übersteigt seit langem die jährliche Wirtschaftsleistung des Landes, das Bruttoinlandprodukt BIP. Ähnlich sieht es in Frankreich aus. Und auch Deutschland verschuldet sich zusehends. Der bekannte deutsche Ökonom Prof. Dr. Hans-Werner Sinn spricht von einer «wundersamen Geldvermehrung» in den letzten Jahren: Wir weiten die Geldmenge multiplikativ aus, während unsere Schuldendisziplin immer tiefer sinkt. Mich beunruhigt es, dass unsere europäischen Regierungen diese Gefahr übersehen. Trump versucht immerhin, Steuergeldverschwendungen einzudämmen – und Arbeitsplätze zurück in die USA zu holen. Der Cocktail aus Verschuldung, Geldmengenerhöhung und Tiefzinspolitik könnte eine Finanzkrise inklusive Geldentwertung auslösen. Weitsichtige Akteure an den Finanzmärkten suchen darum schon länger «sichere Häfen».

Was empfehlen Sie Anlegerinnen und Anleger?

Das, was uns schon der gesunde Menschenverstand sagt: Tief in unserem Bewusstsein ist doch verankert, dass Gold und Silber zeitlos stabile Werte sind. Kein Wunder, dass der Goldpreis in diesem Jahr die 3000-Dollar-Marke geknackt hat. Ich ziehe jedoch Silber dem Gold vor. Es ist das wichtigste Geldmetall der Geschichte – und ein zunehmend gefragter Rohstoff in der Industrie: Diese verschlingt bereits 70 Prozent des Silbers.

Woher kommt der Hunger nach Silber?

Ganz einfach: In jedem Handy, in jeder Photovoltaikanlage, in jedem Elektroauto und in vielen medizinischen Geräten steckt Silber. Es gibt unzählige Anwendungen für das Edelmetall. Es ist der beste elektrische Leiter und wirkt antibakteriell. Und auch Investoren horten immer mehr Silber, um sich vor Inflation zu schützen. Die Bestände der London Bullion Market Association LBMA bei Silber befinden sich auf einem Rekordtief – grosse Mengen Silber und Gold sind in die USA abgeflossen. Trump scheinen die Edelmetalle wichtig zu sein: So will er prüfen lassen, ob die Goldreserven in Fort Knox noch vorhanden sind.

Welches Wertsteigerungspotenzial sehen Sie für Silber?

In den letzten zehn Jahren ist die Nachfrage nach Silber gestiegen, während die Minenproduktion sank. Ohne Recycling wäre die Rohstoffknappheit in aller Munde! In diesem Jahr dürfte die Nachfrage nach Silber zum siebten Mal in Folge das Angebot übersteigen. Dennoch notiert Silber weit unter seinem Höchststand von 2011 und erscheint im Vergleich zu Gold günstig bewertet. Das Gold-Silber-Verhältnis liegt bei rund 100. Gemessen an den Vorkommen in der Erdkruste müsste es bei etwa 13 liegen. Früher oder später könnten wir bei Silber eine Rallye erleben.

Was halten Sie von Bitcoin?

Bitcoin entstand als Reaktion auf die Finanzkrise 2008 und sollte Zahlungen unabhängig von Zentralbanken ermöglichen. In der Praxis ist er vor allem ein Spekulationsobjekt. Seine Herstellung ist sehr energieintensiv. Ohne Strom kein Bitcoin. Dagegen sind Silber und Gold handfeste Werte, welche die Menschheit seit Jahrtausenden schätzt und vielfältig nutzt.

Wie kann ich in Silber investieren?

Einen einfachen und sicheren Zugang zu Silber bietet das S-Deposito von BB Wertmetall. Es verbindet die Eigenschaften von physischem Silber mit der Flexibilität eines Depots. Mit jeder Einzahlung erwerben Sie reines Silbergranulat, den Grundrohstoff für alle Silberanwendungen. Dabei bewahrt die BB Wertmetall das Silber in einem Zollfreilager in der Schweiz – sicher und zu 100 Prozent versichert. Tägliche Ein- und Auszahlungen sind möglich.

Wenn ich Silber für Krisenzeiten halte, könnte man einwenden: Das kann man auch nicht essen.

Nein – aber über unser S-Deposito sind Tauschgeschäfte per App möglich. Bei vielen Unternehmen kann man sich so mit Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs eindecken. Solche Barter-Transaktionen lassen sich zwischen allen Personen abwickeln, die ein S-Deposito oder ein G-Deposito besitzen. Das ist auch in guten Zeiten ein Vorteil.

Und wenn ich gerade zu knapp bei Kasse bin, um in Silber zu investieren?

Auf ein Krisenszenario kann sich jeder vorbereiten. Ich empfehle, stressfrei ein S-Deposito mit einer Mindesteinlage zu eröffnen. Diese man bei Bedarf problemlos erhöhen – und auch flexibel Rückzüge tätigen.

 

Fragen zum Thema?

Melden Sie sich bei den unabhängigen Spezialisten für Edelmetalle von BB Wertmetall.

silber-deposito.ch
[email protected]      
041 62 892 48 48

 

Werner J. Ullmann ist CEO von BB Wertmetall, Ökonom und Buchautor.

 

Für wahre Werte:

Die BB Wertmetall aus Lenzburg stellt innovative Produkte aus reinem Silber und Gold bereit, um wahre Werte aufzubauen und zu erhalten. CEO ist der Anlage- und Rohstoffexperte Werner J. Ullmann, der zuvor börsenkotierte Gold-Explorationsgesellschaften geleitet hat.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.