Der Iran hat eine grosse Flüssiggasanlage in Katar mit Raketen angegriffen und dabei erhebliche Schäden verursacht. Dies berichtet die Financial Times. Laut dem Verteidigungsministerium in Doha feuerte der Iran fünf ballistische Raketen ab, von denen vier abgefangen wurden, während eine den Industriekomplex Ras Laffan traf.
AP2009
Qatar Energy erklärte, Einsatzkräfte seien «sofort entsandt worden, um die entstandenen Brände einzudämmen, nachdem erhebliche Schäden verursacht wurden». Der Standort Ras Laffan gilt als grösste LNG-Anlage der Welt und ist zentral für die globale Gasversorgung. Katar ist einer der wichtigsten Exporteure von Flüssiggas, insbesondere für asiatische Märkte.
Der Angriff erfolgte nach iranischen Drohungen, Energieanlagen in der Golfregion ins Visier zu nehmen. Hintergrund ist ein zuvor gemeldeter Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars, das eine zentrale Rolle für die Energieversorgung des Landes spielt. Der Iran kündigte daraufhin Vergeltung an.
Katar verurteilte den Angriff als schwere Verletzung seiner Souveränität und sprach von einer gefährlichen Eskalation. Gleichzeitig wurden iranische Diplomaten aufgefordert, das Land innerhalb von 24 Stunden zu verlassen.