Über die wichtigste Abstimmung des letzten Urnengangs hat man am wenigsten gesprochen und geschrieben: die Klimafonds-Initiative, die in allen Kantonen und mit wuchtigen 70,7 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt wurde. Sie wollte den Bund verpflichten, bis 2050 jährlich 0,5 bis 1 Prozent der Wirtschaftsleistung für eine «sozial gerechte Klima- und Energiepolitik» einzuzahlen.
Diese Ablehnung zeigt: Die Bevölkerung hat genug von Fehlinvestitionen und teuren Umerziehungen mit all ihren Profiteuren. Die Wirklichkeit ist endlich zurückgekehrt.
Was die Menschen hingegen jetzt tatsächlich beschäftigt und besorgt, sind die steigenden Preise für Benzin, Diesel und Öl. Es handelt sich hier um eine tägliche Ausgabe für die Autofahrer und all jene, die mit Öl heizen. Längst nicht alle haben ihren Öltank noch voll. Man soll auch nicht glauben, der Iran-Krieg betreffe die Elektrizität nicht. Ein Grossteil jener Elektrizität, die uns heute wegen der verfehlten Energiepolitik fehlt, stammt aus Deutschland. Dort wird die knappe Elektrizität heute wieder aus Kohle und Öl gewonnen. Ganz zu schweigen von den vielen Gegenständen des täglichen Gebrauchs (Synthesefasern, Werkstoffe etc.), die alle auf Erdöl basieren. Der unsinnige Wirtschaftsboykott, der uns bei Ausbruch des Ukraine-Kriegs in Mangel gestürzt hat, kommt noch dazu: Russland darf uns kein Öl liefern. Während die USA diesen Boykott wegen eigener Knappheit lockern, klammert sich Bundesbern an die EU. Das hat Folgen.
Auch bei uns steigen jetzt die Benzinpreise spürbar. Es ist bei den Benzinpreisen immer das Gleiche: Sobald es bei der Quelle knapp wird – diesmal als Folge des Iran-Krieges –, steigt der Preis an der Tankstelle.