Die Strompreise für Neukunden in Deutschland sind seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich gestiegen. Das zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox. Demnach müssen Verbraucher aktuell rund 15 Prozent mehr bezahlen als noch wenige Wochen zuvor.
Ein Dreipersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden zahlte im Februar 2026 im günstigsten Tarif mit Preisgarantie noch etwa 24,2 Cent pro Kilowattstunde. Inzwischen liegt der Durchschnittspreis bei rund 27,9 Cent. Damit erreicht das Preisniveau wieder den Stand von Oktober 2025.
Christoph Schmidt/Keystone
Als Hauptgrund nennt Verivox gestiegene Gaspreise seit Anfang März. Zwar stammt nur ein Teil des Stroms aus Gaskraftwerken, diese bestimmen jedoch häufig die Preise an der Strombörse. «So wurde Strom, der im April 2026 geliefert wird, seit Beginn des Iran-Kriegs um rund 24 Prozent teurer», heisst es.
Der zuvor gewährte Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro zu den Stromnetzen hatte die Preise zeitweise gesenkt. Dieser Effekt ist laut Auswertung inzwischen weitgehend aufgehoben. Der Anstieg betrifft bislang vor allem Neukunden. Bestandskunden zahlen derzeit oft noch stabilere, aber häufig höhere Tarife.
In der Grundversorgung kostet Strom derzeit im Schnitt rund 40 Cent pro Kilowattstunde. Günstigere Tarife mit Preisgarantie liegen bei etwa 27,9 Cent, was bei 4000 Kilowattstunden jährliche Kostenunterschiede von mehreren Hundert Euro bedeutet.