Iran weniger geschwächt als behauptet? US-Geheimdienstberichte stellen Pentagon-Darstellung in Frage
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Iran weniger geschwächt als behauptet? US-Geheimdienstberichte stellen Pentagon-Darstellung in Frage

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Iran weniger geschwächt als behauptet? US-Geheimdienstberichte stellen Pentagon-Darstellung in Frage
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Iran setzt seine beschädigte Raketeninfrastruktur offenbar schneller instand als erwartet und bleibt militärisch handlungsfähig. Laut einer neuen Analyse des US-Geheimdienstes, über die die New York Times berichtet, werden zerstörte unterirdische Bunker und Silos teils innert Stunden wieder nutzbar gemacht.

Die US-Geheimdienstberichte widersprechen damit teilweise der Darstellung aus Washington, wonach die Angriffe der USA und Israels das iranische Raketenarsenal entscheidend geschwächt hätten. Zwar habe das Pentagon nach eigenen Angaben in fünf Wochen rund 11'000 Ziele getroffen, doch die Fähigkeit Irans, ballistische Raketen einzusetzen, sei weiterhin vorhanden.

U.S. Central Command/AP/Keystone
Von US-Streitkräften beschossenes Militärflugzeug in Iran (Symbolbild)
U.S. Central Command/AP/Keystone

US-Aussenminister Marco Rubio hatte die «starke Reduktion» der iranischen Abschusskapazitäten als zentrales Kriegsziel bezeichnet. Verteidigungsminister Pete Hegseth verwies auf sinkende Angriffszahlen. Tatsächlich sind die iranischen Raketen- und Drohnenangriffe laut US-Regierung um rund 90 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig deuten Geheimdienstanalysen darauf hin, dass Teheran seine verbliebenen Systeme gezielt schützt und verteilt einsetzt.

Iran feuert demnach weiterhin täglich zwischen etwa 15 und 30 Raketen sowie Dutzende Drohnen ab, oft in kleineren Salven. Ein Grund für die reduzierte Intensität könnten interne Spannungen innerhalb der iranischen Führung sein, die grössere koordinierte Angriffe erschweren.

Unklar bleibt, wie gross das verbleibende Arsenal tatsächlich ist. Schätzungen sind erschwert, da Iran Attrappen einsetzt und beschädigte Anlagen rasch wieder freilegt. Ziel Teherans sei es laut US-Beamten, genügend Kapazitäten zu erhalten, um den Konflikt zu verlängern oder die Region auch danach unter Druck zu setzen.

Die Diskrepanz zwischen militärischer Erfolgsmeldung und nachrichtendienstlicher Einschätzung wirft die Frage auf, ob der Krieg für die USA strategisch weniger entschieden ist als offiziell dargestellt.

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