Israelischer Ex-Premierminister Ehud Olmert: «Israel begeht Kriegsverbrechen in Gaza»
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Israelischer Ex-Premierminister Ehud Olmert: «Israel begeht Kriegsverbrechen in Gaza»

Die israelische Regierung führt derzeit einen Krieg ohne Zweck, ohne Ziel sowie ohne klare Planung und ohne Aussicht auf Erfolg – das schreibt der ehemalige israelische Premierminister Ehud Olmert in einem Gastbeitrag für die israelische Zeitung Haaretz. Darin erhebt er schwere Vorwürfe gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und dessen Kabinett. Die militärischen Handlungen in Gaza seien nicht nur sinnlos, sondern mittlerweile auch kriminell, so Olmert.

Gali Tibbon / AP
Former Israel prime minister Ehud Olmert gestures to the press as he comes out of the courtroom at the Supreme Court in Jerusalem on Tuesday, Dec
Gali Tibbon / AP

«Was wir jetzt in Gaza tun, ist ein Vernichtungskrieg: wahlloses, grenzenloses, grausames und kriminelles Töten von Zivilisten», schreibt Olmert. Die Verantwortung dafür liege nicht bei überforderten Soldaten oder lokalen Kommandanten, sondern direkt bei der Regierung. Diese verfolge eine Politik der gezielten Hungersnot und humanitären Unterdrückung, um über zwei Millionen Menschen kollektiv zu bestrafen. Einige Minister, so Olmert, bekennen sich öffentlich dazu, alle Bewohner von Gaza als Hamas-Mitglieder zu betrachten – «es gebe keine moralischen oder operativen Schranken für deren Vernichtung».

Olmert hatte sich in der Vergangenheit gegen internationale Vorwürfe von Kriegsverbrechen gewehrt. Nun aber sehe er keine Möglichkeit mehr, diese zurückzuweisen: «Ja, Israel begeht Kriegsverbrechen.» Insbesondere die bewusste Blockade von Nahrungsmitteln und medizinischer Hilfe sowie die systematische Zerstörung ziviler Infrastruktur übersteige jedes vertretbare Mass militärischer Gewalt.

Die internationalen Reaktionen auf das Vorgehen Israels wachsen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der sich zuletzt noch an der Seite Israels gegen Iran gestellt hatte, sprach sich für eine Überprüfung des Assoziierungsabkommens mit der EU aus. Auch rechte Regierungschefs wie Giorgia Meloni und Dick Schoof unterstützen inzwischen ähnliche Massnahmen.

Olmert warnt, die aktuelle israelische Regierung sei zur grössten Gefahr für das eigene Land geworden: «Sie hat den Krieg nicht gegen den Terror erklärt, sondern gegen die eigene Gesellschaft.» Die innere Solidarität Israels sei irreparabel beschädigt – durch eine Führung, die nicht zur Einheit, sondern zur Spaltung aufrufe.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.