Israels neue Gaza-Offensive: Was will Netanjahu?
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Israels neue Gaza-Offensive: Was will Netanjahu?

Der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas ist offiziell vorbei. Seit Dienstag bombardiert die israelische Luftwaffe erneut den Gazastreifen, am Mittwoch begann die Armee eine Bodenoffensive, und am Donnerstag landeten die ersten Raketen aus Gaza wieder in Tel Aviv. «2025 wird ein Jahr des Kriegs», sagt Israels neuer Generalstabschef Ejal Zamir.

Israeli Government Press Office via AP
In this image made from a video released by the Israeli Government Press Office, Prime Minister Benjamin Netanyahu gives a statement Tuesday, March 18, 2025, in Tel Aviv, Israel
Israeli Government Press Office via AP

Nach wochenlangen, ergebnislosen Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln, die seit Oktober 2023 noch immer in den Tunneln der Hamas gefangen sind, geht Premierminister Benjamin Netanjahu in die Offensive. Nur militärischer Druck werde die Hamas zur Freilassung der letzten 24 lebenden Geiseln sowie zur Herausgabe der 35 Leichname zwingen, sagt er.

Doch worauf gründet sich Netanjahus Hoffnung, wenn es der israelischen Armee in fast anderthalb Jahren nicht gelungen ist, die Geiseln zu befreien?

Netanjahus Entscheidung stösst bei Angehörigen der Geiseln auf heftige Kritik. Sie befürchten, dass die Angriffe auf Gaza das Leben ihrer Liebsten gefährden.

Zehntausende demonstrieren deshalb in Tel Aviv und vor dem Parlament in Jerusalem gegen die Wiederaufnahme der Kämpfe. Sie fordern eine Verhandlungslösung und appellieren an Donald Trump, nicht nur die Hamas, sondern auch Netanjahu unter Druck zu setzen.

Während nach der Hamas-Invasion im Oktober 2023 eine grosse Mehrheit der Israelis das militärische Vorgehen gegen die Terrororganisation unterstützte, wächst nun der Widerstand. Immer mehr Bürger fordern eine politische Lösung der Geiselkrise.

Viele haben Netanjahu im Verdacht, dass er nicht nur militärische, sondern auch persönliche Ziele verfolgt. Mit den neuen Kampfhandlungen würde er darauf abzielen, seine fragile Regierungskoalition zu stabilisieren. Besonders seine rechtsradikalen Partner fordern ein kompromissloses Vorgehen gegen die Hamas.

In der Tat: Nur wenige Stunden nach Beginn der Angriffe trat eine ultrarechte Partei der Koalition bei, die im Januar aus Protest gegen den damaligen Waffenstillstand aus der Allianz ausgetreten war.

Jetzt verfügt Netanjahu wieder über eine sichere Mehrheit im Parlament – ein entscheidender Vorteil, denn Ende März steht die Abstimmung über den Staatshaushalt an. Scheitert sie, käme es im Sommer automatisch zu Neuwahlen, bei denen Netanjahus Koalition laut Umfragen deutlich verlieren würde.

Doch nun, mit der gesicherten Parlamentsmehrheit, steht der Annahme des Haushalts kaum noch etwas im Weg. Damit könnte Netanjahu bis zu den nächsten regulären Wahlen im November 2026 im Amt bleiben.

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