Ist der Fall Collien Fernandes der neue Fall Gil Ofarim? Über Parallelen und Zweifel an der medialen Giga-Kampagne
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Ist der Fall Collien Fernandes der neue Fall Gil Ofarim? Über Parallelen und Zweifel an der medialen Giga-Kampagne

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Wo bitte geht es denn hier zum Anmeldeformular? Denn irgendwann, ist doch klar, hat der Fall Collien Fernandes sein Ablaufdatum überschritten, und dann braucht es dringend Nachschub. Also, wer mag, welcher Promi ist bereit, sich der nächsten medialen Hyper-Hysterie anzubieten?

Was gerade rund um Fernandes läuft, fühlt sich jedenfalls so an, als stünde dahinter ein Drehbuch, in dem man nur den Namen ändern muss. Das heisst, es kann sich in nur wenigen Monaten unter anderen Umständen wieder ähnlich abspielen. Und das heisst auch, dass es dieses Drehbuch bereits gab, bevor die TV-Schauspielerin die Vorwürfe gegen Ex-Mann Christian Ulmen an die Öffentlichkeit brachte – er soll zig Fake-Profile mit pornografischen Inhalten über sie erstellt haben.

Marcus Brandt/DPA/Keystone
Collien Fernandes spricht an einer Demo in Hamburg
Marcus Brandt/DPA/Keystone

Anders ausgedrückt: Ist der Fall Collien Fernandes der neue Fall Gil Ofarim?

Es sind freilich ganz andere Themen, aber die Parallelen in Bezug auf die mediale Empörungsmaschinerie sind beachtlich. Es wurde und wird rauf und runter berichtet, und das in einer Alarmiertheit, als stünde Deutschland kurz vor dem Untergang.

Auch auffällig: Ruck, zuck laufen Tausende zu plötzlich organisierten Demonstrationen. Nach Ofarims Video, in dem er vorgab, er sei Opfer eines antisemitischen Angriffs geworden, solidarisierten sich mit ihm sofort zahlreiche Menschen in einer Protestaktion in Leipzig. Zu einer Solidaritätsdemo für Collien Fernandes strömten an diesem Sonntag um die 6700 Menschen zum Brandenburger Tor in Berlin. Weitere Demonstrationen in anderen Städten sind geplant.

Gil Ofarim kann sich inzwischen Dschungelkönig nennen. Für Fernandes geht es möglicherweise Richtung Actionfilm. Dass sie gerne die Heldin spielt, zeigte sie am Donnerstag auf einer Demonstration in Hamburg, wo sie lautstark verkündete: «Ich stehe hier mit schusssicherer Weste unter Polizeischutz, weil Männer mich killen wollen.»

Inzwischen gestand Ofarim, den Angriff auf ihn erfunden zu haben, was die Solidaritätsbekundungen im Nachhinein überschattet. Was dran ist an den Vorwürfen von Fernandes, ist ebenfalls nicht durch Beweise gesichert. In beiden Fällen genügte die reine Behauptung, um eine gigantische Hysterie auszulösen. Beängstigend genug.

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