Jeder dritte Bewerber fällt durch: Sprachtest bremst den Polizei-Nachwuchs in Berlin
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Jeder dritte Bewerber fällt durch: Sprachtest bremst den Polizei-Nachwuchs in Berlin

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Jeder dritte Bewerber fällt durch: Sprachtest bremst den Polizei-Nachwuchs in Berlin
Jeder dritte Bewerber fällt durch: Sprachtest bremst den Polizei-Nachwuchs in Berlin
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

In Berlin scheitern immer mehr Polizeibewerber am Deutschtest: In den Jahren 2024 und 2025 fielen 39,3 Prozent durch, insgesamt 4271 Kandidaten. Das berichtet Bild unter Berufung auf Angaben der Berliner Polizei. Angesichts der hohen Quote ging das Blatt der Frage nach, wie anspruchsvoll die Sprachprüfung tatsächlich ist, und unterzog eine Musterprüfung einem Praxistest.

PETER KNEFFEL / KEYSTONE
PRODUKTION - 12
PETER KNEFFEL / KEYSTONE

Der eigentliche Einstellungstest der Polizei ist nicht öffentlich zugänglich. Bewerber bereiten sich deshalb mit Trainingsprogrammen vor, die den offiziellen Aufgaben nachempfunden sind. Laut dem Ausbildungspark Verlag, der die Testsimulationen anbietet, handelt es sich um rekonstruierte Fragen, die sich eng am Original orientieren. Auch die Gewerkschaft der Polizei bestätigt, dass diese Übungstests geprüft seien, realistische Anforderungen abbildeten und eine gezielte Vorbereitung ermöglichten.

Im sogenannten eTrainer des Ausbildungspark Verlags ist der Bereich «Sprachbeherrschung» in 23 Aufgabenkategorien gegliedert. Geprüft werden unter anderem Rechtschreibung, Kommasetzung, Gross- und Kleinschreibung, Grammatik und Wortformen. Hinzu kommen Lückentexte, Präpositionen sowie Aufgaben zum logischen Denken. Während der Prüfung läuft die Uhr: Je nach Aufgabentyp haben die Bewerber zwischen zweieinhalb und 14 Minuten Zeit.

Eine Prüfungsaufgabe umfasst ein rund 200 Wörter langes Diktat. «Jeder Satz wird zunächst in normaler Geschwindigkeit, dann deutlich und im Schneckentempo vorgelesen. Nach maximal vier Wörtern wird eine Sprechpause gemacht», schreibt die Bild-Zeitung über das Aufgabenszenario. Bis zu sieben Fehler sind bei der Diktat-Übung zulässig. Dennoch scheiterte mehr als ein Drittel der Teilnehmer.

Die hohe Durchfallquote beim Deutschtest der Berliner Polizei hat Folgen: Nicht alle Ausbildungsplätze können besetzt werden. Von zwölf geplanten Klassen mussten zuletzt zwei gestrichen werden. «Am Montag beginnen bei der Berliner Polizei 200 Azubis im mittleren Dienst, möglich wären 312», sagt Benjamin Jendro, Sprecher der Polizeigewerkschaft GdP, zur Bild. Probleme gebe es quer durch alle Bildungsabschlüsse. «Nicht nur Deutsch macht Schwierigkeiten, auch Sport oder politische Bildung», so Jendro. Der Sprachtest wird damit zunehmend zum Nadelöhr für den Polizeinachwuchs in der Hauptstadt.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.