Ein bislang unveröffentlichtes Geburtstagsbuch von Jeffrey Epstein aus dem Jahr 2003 enthält handgeschriebene und teils skurrile Briefe prominenter Persönlichkeiten, darunter der frühere US-Präsident Bill Clinton und der Wall-Street-Milliardär Leon Black. Dies berichtet das Wall Street Journal, das angeblich Einblick in das Album hatte.
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Demnach wurde das aufwendig gebundene Buch von Ghislaine Maxwell, Epsteins damaliger Partnerin, organisiert. Rund sechzig Personen hätten sich mit Beiträgen beteiligt, darunter Donald Trump, Modedesignerin Vera Wang, der Medienunternehmer Mort Zuckerman sowie Ex-Victoria’s-Secret-Chef Leslie Wexner. Clinton schrieb laut Bericht: «Es ist beruhigend, nicht wahr, so lange durchgehalten zu haben, all die Jahre des Lernens und Wissens [...] und den Trost der Freunde.» Ein Sprecher des Ex-Präsidenten verwies auf eine frühere Erklärung, wonach Clinton den Kontakt zu Epstein bereits vor über einem Jahrzehnt abgebrochen habe und nichts von dessen kriminellen Aktivitäten gewusst habe.
Ein Gedicht von Unternehmer Leon Black endet mit den Worten «Love and kisses, Leon» und bezieht sich in ironischem Ton auf Epsteins Ruf als Lebemann. Blacks Sprecher wollte sich gegenüber dem Wall Street Journal nicht äussern. Bereits 2021 war bekannt geworden, dass Black Epstein über Jahre 158 Millionen Dollar gezahlt hatte – angeblich für Steuerberatung.
Der Beitrag von Donald Trump sei laut den Organisatoren besonders «denkwürdig» gewesen: Ein Schreiben mit seiner Unterschrift, versehen mit der Umrisszeichnung einer nackten Frau. Trump selbst bezeichnete das Dokument als «Fake».