Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat Spekulationen über einen möglichen Beitritt Kanadas zu den USA als 51. Bundesstaat entschieden zurückgewiesen. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt geäussert, dass er eine Eingliederung Kanadas befürworte. Trudeau bezeichnete dies als «absurd». «Es gibt nicht die geringste Chance, dass Kanada je ein US-Bundesstaat wird.»
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In Brüssel äusserte sich Trudeau zu den Aussagen Trumps. Er hob hervor, dass Kanadier in den letzten Wochen vermehrt lokale Unternehmen unterstützten und Reisen in die USA überdachten. Dies sei ein Ausdruck der nationalen Selbstbestimmung Kanadas.
Trump hatte in den vergangenen Tagen betont, Kanada sei ohne Subventionen und militärischen Schutz der USA nicht überlebensfähig. Als Lösung schlug er eine Eingliederung Kanadas in die Vereinigten Staaten vor.
Indes spitzt sich ein Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern zu: Trump kündigte für März neue Strafzölle auf kanadische Stahl- und Aluminiumimporte an. Trudeau drohte mit einer entschiedenen Reaktion, sollte Washington an den Massnahmen festhalten.