Die Kriminalstatistik 2025 alarmiert: 58 Prozent der Straftaten in der Schweiz werden von Ausländern begangen. Wer die einzelnen Nationalitäten der Täter erfahren will, sucht beim Bund vergebens.
Eine genaue Aufschlüsselung findet sich hingegen beim Kanton Zürich. Besonders auffällig: Während Afghanen lediglich 0,4 Prozent der Zürcher Bevölkerung ausmachen, sind sie an Sexualdelikten neunmal häufiger beteiligt als der Durchschnitt. Der kantonale Sicherheitsdirektor Mario Fehr, wahrlich kein Scharfmacher, nannte sie eine «richtige Problemgruppe» (die Weltwoche berichtete). Der Bund lasse den Kanton auf diesem Feld «komplett hängen».
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Im Staatssekretariat für Migration (SEM) sieht man die Lage entspannter – und gibt auf Anfrage zu Protokoll: «Seit Oktober 2024 hat das SEM sieben kriminelle afghanische Staatsangehörige nach Afghanistan zurückgeführt (fünf im Jahr 2024 und zwei im Jahr 2025)». Wir halten fest: Zwei Ausschaffungen im gesamten Jahr 2025 – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Weiter meldet das SEM: «Die Schweiz betreibt eine konsequente Rückkehrpolitik und zählt zu den vollzugsstärksten Staaten Europas.»
Die Rückführung von afghanischen Staatsangehörigen mit einem rechtskräftigen Landesverweis habe für die Schweiz weiterhin «Priorität», so die Behörde von Justizminister Beat Jans. Der Bund betreibe eine «aktive Migrationsaussenpolitik» und schliesse «laufend Migrationspartnerschaften» für Rückführungen ab.
Gleichzeitig räumt die Behörde ein, dass aktuell «rund dreissig Personen» mit einer rechtskräftigen strafrechtlichen Landesverweisung noch immer im Land weilen. Im Dezember 2025 waren es laut Blick noch 20 verurteilte Afghanen. Hinzu kommen 65 Afghanen mit einem rechtskräftigen asylrechtlichen Wegweisungsentscheid.
Jans’ Migrationsamt kündigt an: «Das SEM bereitet derzeit weitere Rückführungsaktionen vor.» Bis dahin verzeichnen die Kantonspolizeien vermutlich weitere Dutzende Straftaten.
Mario Fehr sagte es richtig: Wer als Gast in die Schweiz kommt, wird nicht kriminell.