SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann zieht gegen das Verteidigungsdepartement (VBS) in den Kampf. Der PrÀsident der Solothurner SVP ist bekannt dafÃŒr, dass er mehrmals erfolgreich die Regierung seines Heimatkantons verklagte. Das hat ihn jetzt wohl auch darin beflÃŒgelt, rechtlich gegen alle fÃŒr den Vertrag zum Kauf der geplanten 36 US-Kampfjets Verantwortlichen vorzugehen â also von BundesrÀtin Viola Amherd ÃŒber die VBS-FunktionÀre bis zu den ausserdepartementalen juristischen Beratern.
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Wyssmann stÌtzt sich bei seinem Vorgehen auf die bisher in den Medien verbreiteten Erkenntnisse, dass sich unter anderem Amherd beim Beschaffungsverfahren zum F-35-Kampfjet schwere Verfahrensfehler mit Kostenfolgen in Milliardenhöhe habe zuschulden kommen lassen. Konkret geht es darum, dass die Flugzeuge statt 6 Milliarden Franken am Ende gegen 7,3 Milliarden Franken kosten dÌrften.
Die GeschÀftsprÌfungskommission (GPK) des Nationalrates hat bereits angekÌndigt, dass sie den Kauf des US-Kampfjets untersucht. Das reichte Wyssmann nicht.
Er will dagegen sicherstellen, dass die Verantwortlichen des Fixpreis-Skandals â Amherd ging von einem Fixpreis von 6 Milliarden Franken aus â sich rechtlich nicht abseilen können. Deshalb hat er eine Motion ausgearbeitet, die er diesen Herbst einreichen wird.
Wyssmann will auf diesem Wege den Bundesrat beauftragen, alle Massnahmen zu ergreifen, damit «haftpflichtrechtliche AnsprÌche im Zusammenhang mit der Beschaffung des F-35 gegenÌber alt BundesrÀtin Amherd und den mitverantwortlichen Sachbearbeitern und Beratern nicht verjÀhren und durchgesetzt werden können», so der Solothurner Politiker gegenÌber der Weltwoche. Jeder Gewerbetreibende und jeder BÌrger dieses Landes werde beim geringsten Fehler vom Staat gnadenlos verfolgt und haftbar gemacht. Der gleiche Haftungsmassstab mÌsse auch bei BundesrÀten und Bundespersonal gelten.