«Kanadas Trump» verliert die Wahl. Der US-Präsident wird zum Wiedererweckungs-Künstler scheintoter Linker. Auch in Australien scheint nächstes Wochenende die Auferstehung von Labor programmiert
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Kanadas Trump» verliert die Wahl. Der US-Präsident wird zum Wiedererweckungs-Künstler scheintoter Linker. Auch in Australien scheint nächstes Wochenende die Auferstehung von Labor programmiert

Sein Rücktritt wurde als früher Triumph Trumps gewertet. Nach zehn Jahren war bei Justin «pretty boy» Trudeau das Feuer aus. Trump Wahlsieg im November hatte ihm den Rest gegeben.

Trudeaus linksgerichtete Liberal Party stand vor einer düsteren Zukunft. Jetzt führte sein Nachfolger Mark Carney sie zum Sieg. Gemäss Hochrechnungen wird Carney neuer Premierminister Kanadas.

CHRISTINNE MUSCHI / KEYSTONE
Conservative Leader Pierre Poilievre speaks at his campaign headquarters on election night, in Ottawa, Tuesday, April 29, 2025
CHRISTINNE MUSCHI / KEYSTONE

Möglich gemacht hat das Donald Trump, der Wiedererweckungskünstler scheintoter Linker.

Noch im Januar hatten die Konservativen unter der Führung von «Kanadas Trump» Pierre Poilievre einen Vorsprung in der Wählergunst von mehr als zwanzig Punkten.

Dann kündigte Trump aus Übermut, Provokation oder bitterem Ernst an, Kanada als 51. Bundesstaat der USA zu annektieren. Und er verhängte 25 Prozent Zölle.

Seither verspürt Kanadas Liberal Party Rückenwind.

«Was als Wahlkampf über Veränderungen begann, hat sich schliesslich in einen Wahlkampf über Führung verwandelt», wird Darrell Bricker, Präsident des Meinungsforschungsinstituts Ipsos, im Wall Street Journal zitiert.

«Poilievre litt unter einer Rhetorik, die der von Trump zu ähnlich war.»

Carney hingegen, der spröde ehemalige Notenbanker und Politneuling, gewann durch Nüchternheit an Format.

Er kündigt an, die Militärausgaben zu erhöhen, um die Kritik der USA zu beschwichtigen. Und er hat klare rote Linien festgelegt: Die Kontrolle über kanadische Ressourcen, die Agrarpolitik und die Souveränität.

Trumps Politik stärkt linksgerichtete Politiker rund um die Welt. Erfolgreich erwecken sie den Eindruck, den Widerstand gegen Trumps Pläne am besten zu verkörpern.

So auch in Australien.

Premierminister Anthony Albanese von der Mitte-links-Labor-Partei stand noch vor kurzem mit abgesägten Hosen da. In Umfragen lag er im Januar deutlich hinter seinem konservativen Gegner Peter Dutton.

Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Nächstes Wochenende wird gewählt. Gemäss Umfragen segelt Trump-Gegner Albanese zum Sieg.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.