Der Kanton Zug schliesst die Staatsrechnung 2025 mit einem deutlich höheren Überschuss als budgetiert ab und legt über 400 Millionen Franken zur Seite. Dies teilte die Finanzdirektion am Mittwoch mit. Die Rechnung fiel um fast 200 Millionen Franken besser aus als erwartet.
Gabriele Putzu/Keystone
Der Aufwand lag mit rund 2 Milliarden Franken um 41 Millionen Franken oder 2,0 Prozent unter dem Budget. Gleichzeitig stieg der Ertrag um 157 Millionen Franken oder 7,0 Prozent auf 2,4 Milliarden Franken. Der Ertragsüberschuss erhöhte sich damit von geplanten 231,3 Millionen auf 429,4 Millionen Franken.
Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) führt die Minderausgaben laut Mitteilung auf die «hohe finanzielle Disziplin der kantonalen Verwaltung sowie den gezielten und bedarfsgerechten Einsatz der Mittel» zurück. Die Mehreinnahmen stammen vor allem aus höheren Steuererträgen. Bei den natürlichen Personen lagen diese über 100 Millionen Franken über dem Budget, insgesamt stieg der Fiskalertrag um rund 128 Millionen Franken.
Tännler erklärte, «einige neuzugezogene steuerstarke Personen und erfreuliche Entwicklungen bei bereits Ansässigen» hätten zu den nicht voraussehbaren Mehreinnahmen geführt. Die Investitionen beliefen sich auf 204,7 Millionen Franken und lagen damit 8,4 Millionen Franken unter dem Budget. Der Selbstfinanzierungsgrad betrug knapp 250 Prozent.
Der Kanton konnte damit seine Investitionen und die Standortförderung fortsetzen. Das Eigenkapital beläuft sich auf rund 3 Milliarden Franken.