Die blonden Haare und die Betonfrisur und das stete Lächeln – so kennen wir Ursula von der Leyen. Was wir mittlerweile auch wissen über die Präsidentin der EU-Kommission: Sie dealte mit Albert Bourla, dem Vorsitzenden und Geschäftsführer des US-Pharmakonzerns Pfizer, per SMS einen Vertrag über Impfdosen aus und bestellte mit etwa zehn pro EU-Einwohner viel zu viel davon. Verschwendung von Steuergeld? Erhielt sie dafür jüngst den Karlspreis – und von Ukraines Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Orden ersten Grades des Fürsten Jaroslaw des Weisen? Nun, sie ist ja eine Frau, und Frauen verzeiht man vieles.
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Ob man Annalena Baerbock verzeihen darf? Sie erfreut sich offenbar immer noch eines Bonus wofür auch immer. Oder warum ist sie anstelle der weitaus erfahreneren Helga Schmid zur Präsidentin der Uno-Vollversammlung gewählt worden? Die ehemalige Aussenministerin, unter deren Ägide Tausende von Afghanen mit gefälschten Visa und falschen Aussagen nach Deutschland geholt wurden, ein Vorgehen, für das sie eine Anklage verdient?
Dem guten Ruf Deutschlands dient ihr Auftreten und ihr seltsames Englisch nicht. Aber vielleicht ist das ja genau die Absicht.
Nach dem Abgang von der Leyens und Baerbocks ist das Thema «Frauen regieren die Welt» dann hoffentlich vom Tisch.