Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF), hat Strafanzeige gegen zwei ehemalige Mitarbeiter eingereicht, sagt er im Gespräch mit der Financial Times. Die beiden Whistleblower hatten vertrauliche Informationen weitergegeben, die laut Schwab nicht nur seine Privatsphäre verletzen würden, sondern auch verleumderisch seien, so der Vorwurf.
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Die Anzeige wurde am 18. April bei der Staatsanwaltschaft Zürich eingereicht. Die betroffenen Ex-Angestellten sollen gegen Schweizer Datenschutzgesetze verstossen haben. Sie hatten interne Dokumente und E-Mails an Journalisten sowie eine amerikansiche Non-Profit-Organisation weitergegeben. Diese Materialien waren Teil eines grösseren Leaks, das Fragen zu Struktur, Einflussnahme und Finanzierung des WEF aufwarf.
Ein Anwalt der beiden Whistleblower wies die Vorwürfe zurück: Die Weitergabe der Informationen sei durch das öffentliche Interesse gerechtfertigt gewesen. Die fraglichen Daten betrafen unter anderem Schwabs Rolle in Entscheidungsprozessen und seine langfristige Einflussnahme auf die strategische Ausrichtung des Forums.
Schwab, der das WEF 1971 gegründet und sich letztes Jahr von der operativen Leitung zurückgezogen hatte, blieb auch nach seinem Rückzug Ziel wachsender Kritik.