SPD-Chef Lars Klingbeil präsentiert eine runderneuerte Führungsriege, mit der er die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf 2029 führen will. Dabei bemerkenswert ist: Saskia Esken, bisherige Co-Vorsitzende, ist nicht mehr dabei. Ihr Wunsch, als Entwicklungsministerin ins Kabinett einzuziehen, wurde nicht erfüllt – trotz zäher Verhandlungen bis zuletzt.
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Anstelle von Esken übernimmt Reem Alabali-Radovan das Ressort Entwicklung. Insgesamt sind sechs Frauen und drei Männer Teil des künftigen Kabinetts: Lars Klingbeil (Finanzen), Boris Pistorius (Verteidigung), Bärbel Bas (Arbeit), Stefanie Hubig (Justiz), Verena Hubertz (Bau), Carsten Schneider (Umwelt), Reem Alabali-Radovan (Entwicklung). Natalie Pawlik wird neue Integrationsbeauftragte – nicht im Kanzleramt, sondern im Bundesarbeitsministerium. Elisabeth Kaiser übernimmt die Rolle der Ostbeauftragten.
Die Botschaft ist klar: Klingbeil setzt auf ein frisches Team. Vertraute wie Klara Geywitz, Svenja Schulze, Nancy Faeser oder Hubertus Heil sind nicht mehr Teil des Teams.
Auch in der Fraktion wurde ein zentraler Posten neu besetzt: Matthias Miersch soll führen, berichtet Politico. Im erweiterten Führungskreis: Wiebke Esdar, Dennis Rohde, Dirk Wiese, Armand Zorn, Siemtje Möller, Sonja Eichwede und andere.
Offen bleibt die Frage, wer Klingbeil künftig als Parteichef zur Seite steht. Bärbel Bas wird gehandelt – sie könnte als Ministerin und Co-Vorsitzende mehr Gewicht mitbringen als Esken je hatte.
Heute um 11.30 Uhr präsentiert sich die neue Führungsmannschaft erstmals der Öffentlichkeit.