Knast für Kuss? Spaniens Staatsanwaltschaft fordert dreissig Monate Gefängnis für gefallenen Fussballpräsidenten Rubiales. Die Welt ist aus den Fugen
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Knast für Kuss? Spaniens Staatsanwaltschaft fordert dreissig Monate Gefängnis für gefallenen Fussballpräsidenten Rubiales. Die Welt ist aus den Fugen

Der Kuss ging wie ein Attentat um den Globus: Der frühere spanische Fussballpräsident Luis Rubiales (46) liess sich im vergangenen August an der Frauen-Weltmeisterschaft im fernen Australien bei der Siegerinnenehrung zu einem herzhaften Kuss auf den Mund seiner erfolgreichen Spielerin Jennifer Hermoso (33) hinreissen. Das Fernsehen machte Millionen Menschen zu Zeugen.

Knast für Kuss? Spaniens Staatsanwaltschaft fordert dreissig Monate Gefängnis für gefallenen Fussballpräsidenten Rubiales. Die Welt ist aus den Fugen

Seither ist die Fussballwelt eine andere: Rubiales wurde aus dem Amt gejagt und lebt zurzeit in der Dominikanischen Republik im Exil, während Jennifer Hermoso zur Heldin der neuen woken Welt hochgefeiert und die wohl bekannteste Fussballerin unserer Tage wurde.

Die Fifa-Ethiker, ganz unbarmherzig, bestraften den spanischen Verbandskollegen mit einem Bann, wie sie zuvor auch schon die berühmten Spitzenfunktionäre Sepp Blatter und Michel Platini sanktioniert und deren Karrieren abrupt beendet hatten – diese beiden allerdings nicht wegen freudiger Kussattacken.

Der Kuss des Rubiales erhielt etwa gleich viel Publizität wie die erste Landung auf dem Mond. Die Welle der Empörung war riesig, der spontane Schmatz wurde zum Weltmassstab für die neue maskuline Übergriffigkeit. Daran will nun auch die spanische Justiz teilhaben: die Staatsanwaltschaft fordert zweieinhalb Jahre Haft, aufgeteilt in Strafanteile wegen sexueller Aggression und Nötigung. Dazu soll die Spielerin vom überschwänglichen Ex-Präsidenten für den unsittlichen Überraschungsangriff 50.000 Euro Schmerzensgeld erhalten.

Dreissig Monate Knast nicht etwa für einen halben Totschlag oder schwere Körperverletzung, sondern für einen Kuss? Auch die Justiz ist völlig aus den Fugen geraten.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.