Der Deutsche Sprachpreis 2026 geht an Harald Martenstein. Das teilte die Henning-Kaufmann-Stiftung für die deutsche Sprache mit. Die Stiftung begründete die Wahl damit, Martenstein sei einer der renommiertesten Kommentatoren politischer, kultureller, sprachlicher und alltäglicher Vorgänge.
Ausgezeichnet werde er, weil er «das publizistische Handwerk meisterhaft beherrsche» und es in Verantwortung für die deutsche Sprache ausübe. Sein Deutsch sei zeitgemäss, seine Texte witzig, reflektiert und teilweise sarkastisch. Wegen seines «gelegentlichen Mangels an politischer Korrektheit», etwa in der Frage des Genderns, sei er auch kritisiert worden.
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Nach Angaben der Stiftung habe Martenstein seine Sprachkunst auch in Romanen wie «Heimweg» (2007) und «Wut» (2021) gezeigt. Er arbeitete unter anderem für die «Stuttgarter Zeitung», den Berliner «Tagesspiegel» und «Die Zeit». Seit 2026 schreibt er für die «Bild»-Zeitung die Kolumne «Mail von Martenstein».
Der Deutsche Sprachpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 1984 für besondere Verdienste um die deutsche Sprache vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Matthias Brandt, der Reclam-Verlag und Bodo Wartke. Die Preisverleihung ist für den 12. Juni in Kassel geplant.