Bei der anstehenden Kommunalwahl am 14. September in Nordrhein-Westfalen könnte die AfD in mehreren Städten zur ernsthaften Konkurrenz für die etablierten Parteien werden – allen voran für die kriselnde SPD, wie die Bild-Zeitung berichtet.
In Städten wie Duisburg und Gelsenkirchen lag die AfD bei der letzten Bundestagswahl bereits nahezu gleichauf mit den Sozialdemokraten. In Duisburg erreichte sie 24,8 Prozent, in Gelsenkirchen 24,7 Prozent – jeweils nur knapp hinter der SPD. Beide Städte kämpfen mit zweistelligen Arbeitslosenquoten, hoher Armutsmigration und wachsender Unzufriedenheit.
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In Duisburg tritt die AfD mit Carsten Gross an, einem lokalen Kandidaten aus einer Stahlarbeiterfamilie. Der 54-Jährige verspricht «Klartext» zu Themen wie innere Sicherheit, Vermüllung und Industriepolitik. Amtsinhaber Sören Link (SPD) reagiert mit harter Linie gegen Sozialbetrug – eine Seltenheit in seiner Partei. In Gelsenkirchen stellt sich Ex-Zeitsoldat Norbert Emmerich zur Wahl, während die SPD mit einer bislang kaum bekannten Kandidatin antritt.
Laut Umfragen liegt die AfD in NRW derzeit bei bis zu 18 Prozent, bundesweit sogar bei 25 Prozent – dicht hinter der Union.