Der Kreml fordert vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Konkretisierung seines Vorschlags für eine Waffenruhe über Ostern. Eine klare Formulierung der Initiative liege bisher nicht vor, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut russischen Nachrichtenagenturen.
Selenskyj hatte am Vortag eine Oster-Waffenruhe in mehreren Varianten vorgeschlagen, jedoch ohne konkretes Datum. Während westliche Christen an diesem Wochenende Ostern feiern, begehen orthodoxe Christen in Russland und der Ukraine das Fest erst am 12. April.
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Peskow betonte, Russland strebe eine grundsätzliche Lösung des Konflikts an. «Selenskyj sollte die Verantwortung übernehmen und eine entsprechende Entscheidung treffen, damit wir zu einem Frieden kommen – und nicht zu einem Waffenstillstand», sagte er. Zugleich erklärte er: «Es ist klar, dass das Kiewer Regime dringend einen Waffenstillstand braucht, irgendeine Waffenruhe, denn die Dynamik an den Fronten, die übrigens nicht nur von unseren, sondern auch von ausländischen Experten beobachtet wird, zeigt, dass die russischen Truppen – mal schneller, mal langsamer -, aber entlang der gesamten Frontlinie vorrücken».
In der Vergangenheit hatten sich beide Seiten bei befristeten Waffenruhen wiederholt Verstösse vorgeworfen. Zudem beschuldigen sie sich gegenseitig, solche Pausen zur Neuaufstellung von Truppen zu nutzen.
Im Rahmen von Verhandlungen unter US-Vermittlung fordert Russland weiterhin den Abzug ukrainischer Truppen aus nicht von Moskau kontrollierten Teilen des Donbass. Selenskyj lehnt dies ab.