Der Kreml sieht seine Kriegsziele in der Ukraine nach eigenen Angaben nicht erreicht und setzt die «militärische Spezialoperation» fort. «Vollkommen, ja, sind die Ziele bisher nicht erreicht, deshalb geht die militärische Spezialoperation weiter», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.
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Zugleich erklärte Peskow, Russland sei bereit, bei Verhandlungen mit der Ukraine eine diplomatische Lösung zu finden. «Jetzt hängt alles von den Handlungen des Kiewer Regimes ab», sagte er. Russland habe seine Bedingungen auf den Tisch gelegt, sie seien hinreichend bekannt. Moskau verlangt unter anderem, dass Kiew seine Truppen auch aus den noch von der Ukraine kontrollierten Teilen des Gebiets Donezk abzieht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt dies ab. Eine mögliche Wiederaufnahme der Gespräche in Genf bestätigte Peskow weder hinsichtlich Ort noch hinsichtlich Termin.
Zum vierten Jahrestag des Kriegsbeginns sprach Peskow von einer Konfrontation mit dem Westen. Der Westen verfolge das «Ziel einer Zerstörung» Russlands, behauptete er. Zudem berief er sich auf Angaben des russischen Auslandsgeheimdienstes, wonach Frankreich und Grossbritannien der Ukraine Atomwaffen zur Verfügung stellen könnten. Beide Staaten würden damit, wie Peskow selbst einräumte, gegen internationale Verträge verstossen.
Russland wirft der Ukraine zudem vor, an einer Nuklearbombe zu arbeiten.