Die Blockade der Seestrasse von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman hat die Finanzmärkte erschüttert und den Ölpreis deutlich nach oben getrieben.
Wie Marktbeobachter der Bild-Zeitung berichten, verlor der deutsche Leitindex DAX bereits im vorbörslichen Handel rund 2 Prozent und fiel auf 24.786 Punkte. Am Freitag hatte er noch nahe am Rekordhoch von Mitte Januar notiert. Auch andere europäische Börsen gaben zum Wochenstart um gut 2 Prozent nach.
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Im Zentrum der Turbulenzen steht die strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Iran und Oman. Durch die Strasse von Hormus werden bis zu 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls transportiert. Kommt der Tankerverkehr dort zum Erliegen, gerät der globale Ölmarkt unter massiven Druck.
Die Nordseesorte Brent notierte am frühen Montag bei 77 bis 78 Dollar pro Barrel. Analysten halten kurzfristig Preise von 80 bis 85 Dollar für möglich. Bei einer länger andauernden Blockade reichen Szenarien bis 120 oder gar 150 Dollar je Barrel. Damit würde auch die Gefahr einer globalen Rezession steigen.
Die Unsicherheit erfasste auch die asiatischen Märkte. In Tokio verlor der Nikkei-Index 1,4 Prozent, ebenso der breiter gefasste Topix. Besonders unter Druck standen Fluggesellschaften und Technologiewerte. Energieaktien legten dagegen zu; der japanische Öl- und Gasförderer Inpex gewann rund 7 Prozent.
Anleger suchten Zuflucht in als sicher geltenden Anlagen wie dem US-Dollar und Gold. Händler verwiesen zudem darauf, dass Peking im Vorfeld einer wichtigen Parlamentssitzung stützend eingreifen könnte.