Kriegsprofiteure: Deutschlands Rüstungsboom sorgt bei Lufthansa, Siemens und Schöffel für volle Auftragsbücher
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Kriegsprofiteure: Deutschlands Rüstungsboom sorgt bei Lufthansa, Siemens und Schöffel für volle Auftragsbücher

Der milliardenschwere Rüstungsboom in Deutschland sorgt nicht nur bei klassischen Rüstungskonzernen für volle Auftragsbücher – auch zahlreiche zivile Unternehmen profitieren, oft im Verborgenen. Laut einem Bericht der Zeitung Welt am Sonntag zählen dazu unter anderem Lufthansa, Siemens und der Outdoor-Hersteller Schöffel.

© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
Auf einem Smartphone werden Boersendaten angezeigt, fotografiert am 26
© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER

Letzterer liefert künftig nicht nur wetterfeste Jacken für Bergsteiger, sondern auch Kampfhemden für die Deutsche Marine. Vorstandschef Jakob Schöffel kündigte an, dass die Produktion von Einsatzkleidung für Sicherheitskräfte innerhalb von fünf Jahren ähnlich stark zum Umsatz beitragen solle wie das bisherige Kerngeschäft mit Funktionsbekleidung. Inzwischen nehme man an weiteren Ausschreibungen der Bundeswehr teil – in fünf- bis sechsstelliger Stückzahl.

Auch Lufthansa hat ihr Engagement im Verteidigungsbereich massiv ausgeweitet. Unter der Marke «Lufthansa Technik Defense» werden inzwischen nicht nur P-8-Seefernaufklärer betreut, sondern auch Piloten für Drohnen geschult. Zusätzlich will man sich an der Logistik rund um den schweren Transporthubschrauber Chinook beteiligen. «Für unsere Sicherheit und auch für unseren Wohlstand ist Verteidigungsfähigkeit unerlässlich», teilte Lufthansa der Zeitung mit.

Siemens hingegen bleibt diskreter: Der Konzern produziert nach eigenen Angaben keine Rüstungsgüter, unterstützt aber über den Geschäftsbereich «Aerospace and Defense» zahlreiche Projekte im Hintergrund. So entwickelt man etwa digitale Lösungen für U-Boot-Häfen oder Verwaltungssoftware für US-Militärbehörden.

Der Einstieg ins Rüstungsgeschäft ist für viele Unternehmen jedoch kein Selbstläufer. «Die Lösungen aus der Grossserie passen nicht einfach in die Kleinserienfertigung», warnt Unternehmensberaterin Sandra Stoll. Firmen müssten oft erst aufwendig lernen, wie militärische Standards und Prozesse funktionieren.

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