RKI-Protokolle zeigen: Künstlicher Ursprung des Corona-Virus war von Anfang an bekannt
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RKI-Protokolle zeigen: Künstlicher Ursprung des Corona-Virus war von Anfang an bekannt

Die vor wenigen Tagen öffentlich bekanntgewordenen RKI-Protokolle aus der Zeit von 2020 bis 2023 geben derzeit tiefe Einblicke in die Vorgänge während der Corona-Pandemie. Zu verdanken haben wir dies in erster Linie einem Whistleblower des RKI, der durch sein Handeln weit mehr Verantwortungsbewusstsein im Hinblick auf unser Gemeinwohl gezeigt hat als so mancher Hauptakteur zu Pandemiezeiten. Dass sich dieser Whistleblower zur Veröffentlichung dieser hochbrisanten Dokumente an die ebenso mutige freie Wissenschaftsjournalistin Aya Velázquez wandte, lässt unzweifelhaft Rückschlüsse auf die Vertrauenswürdigkeit sogenannter Qualitätsmedien in der heutigen Zeit zu. Beiden ist es gelungen, nicht nur die RKI-Protokolle in ungeschwärzter Form einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, nachdem der Journalist Paul Schreyer zuvor auf dem Rechtsweg einen wichtigen Teilerfolg erringen konnte, sondern es sind neben den Protokollen verschiedene Zusatzdokumente, inklusive Fotos von Veranstaltungen der damaligen Zeit, öffentlich bekannt geworden. Seit Tagen nun analysieren Tausende wissbegieriger Bürger die immense Zahl dieser Dokumente und stossen dabei auf immer mehr Widersprüche zwischen den darin enthaltenen Informationen und dem, was den Bürgern zu Pandemiezeiten kommuniziert wurde.

BERND VON JUTRCZENKA / KEYSTONE
RKI-Protokolle zeigen: Künstlicher Ursprung des Corona-Virus war von Anfang an bekannt
BERND VON JUTRCZENKA / KEYSTONE

Besonders wichtig in Bezug auf die bedeutsame Frage nach dem Ursprung der Corona-Pandemie ist ein Foto, welches im Zusatzmaterial unter dem Datum 5. Februar 2020 zu finden ist.

Es wurde wohl von einem RKI-Mitarbeiter anlässlich eines Vortrags von Victor Corman von der Berliner Charité aufgenommen und beweist, dass bereits Anfang Februar 2020 die Existenz einer «zusätzlichen multibasischen Furin-Spaltstelle» in der Gensequenz des Sars-Coronavirus 2 auch in nationalen Fachkreisen bekannt war. Gerade diese Furin-Spaltstelle ist in hohem Masse für die hohe Infektiosität und leichte Mensch-zu-Mensch-Übertragung von Sars-CoV-2 verantwortlich. Die Bezeichnung «zusätzlich» auf der Vortragsfolie von Victor Corman ist gut begründet, da eine solche multibasische Furin-Spaltstelle bei keiner natürlich vorkommenden Sars-artigen Coronavirenart der Untergattung, zu der auch Sars-CoV-2 gehört, bekannt war. Dieses charakteristische Merkmal der Gensequenz von Sars-CoV-2 deutete von Anfang an auf einen Laborursprung der Covid-19-Pandemie hin; ein US-amerikanischer Virologe und Nobelpreisträger sprach in einem Interview sogar von einer «Smoking Gun» zugunsten der Laborursprungs-Hypothese.

Tatsächlich erkannten mehrere US-amerikanische Virologen bereits im Januar 2020 die Furin-Spaltstelle als ein aussergewöhnliches Merkmal der Gensequenz von Sars-CoV-2, welches von Anfang an einen nichtnatürlichen Ursprung dieses neuartigen Virus vermuten liess. Einige dieser Virologen informierten besorgt Anthony Fauci, den damaligen Leiter einer Unterabteilung der US-amerikanischen National Institutes of Health und Präsidentenberater in Gesundheitsfragen, der daraufhin eilig gemeinsam mit Jeremy Farrar, damaliger Direktor des Wellcome Trust, eine internationale Telefonkonferenz am 1. Februar 2020 einberief, an der unter anderem auch Christian Drosten von der Berliner Charité teilnahm.

Anlässlich dieser Telefonkonferenz wurden fünf weitere auffällige Merkmale von Sars-CoV-2 identifiziert, die auf einen künstlichen Ursprung hinwiesen. Dies wissen wir bereits seit einiger Zeit auf Grund von freigeklagten E-Mail-Korrespondenzen aus den USA. Ein Teilnehmer dieser Telefonkonferenz resümierte einen Tag später seine Einschätzung wie folgt: «Ich kann mir wirklich kein plausibles natürliches Szenario vorstellen, in dem man vom Fledermausvirus oder einem sehr ähnlichen Virus zu Sars-CoV-2 gelangt und genau vier Aminosäuren und zwölf Nukleotide einfügt, die alle gleichzeitig hinzugefügt werden müssen, um diese Funktion zu erlangen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie das in der Natur zustande kommen soll.»

Warum unter anderem die Furin-Spaltstelle sowie viele weitere Merkmale der Gensequenz von Sars-CoV-2 unzweifelhaft auf einen nichtnatürlichen Ursprung hinweisen, hat kürzlich der US-amerikanische Arzt und Wissenschaftler Dr. Steven Quay anlässlich einer Anhörung vor einem Ausschuss des US-Senats prägnant zusammengefasst.

Auf Basis seiner detaillierten Analyse sagt er: «Ich kann daraus schliessen, dass die erste Infektion beim Menschen kurz nach der Einführung der Furin-Spaltstelle im Labor … auftrat.»

Da man davon ausgehen können sollte, dass Fachleute in Deutschland nicht weniger gebildet sind als ihre US-amerikanischen Kollegen, ist folglich spätestens mit dem Vortrag von Victor Corman, dokumentiert in den RKI-Zusatzmaterialien vom 5. Februar 2020, klar gewesen, dass es sich bei Sars-CoV-2 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um ein künstlich im Labor erzeugtes Virus handelt.

Ob diese Erkenntnis der Existenz einer zusätzlichen multibasischen Furin-Spaltstelle zum damaligen Zeitpunkt aus einer eigenen Gensequenzanalyse von Victor Corman stammt oder ihm diese Information von seinem Institutskollegen Christian Drosten übermittelt wurde, der diese wiederum als Teilnehmer der oben zitierten internationalen Telefonkonferenz vom 01. Februar 2020 wenige Tage zuvor erhalten hatte, wissen wir nicht. Fest steht, dass Victor Corman und Christian Drosten damals eng zusammenarbeiteten, beispielsweise bei der Entwicklung und merkwürdig schnellen Publikation des umstrittenen und vielfach durch internale Fachleute kritisierten Corman-Drosten-PCR-Tests.

Basierend auf der Tatsache, dass die aussergewöhnlichen Merkmale des Sars-CoV-2-Genoms beim RKI und bei der Berliner Charité bekannt waren, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die politisch Verantwortlichen der damaligen Regierung ebenfalls über diese Erkenntnisse verfügten. War es also die Sorge um die unvorhersehbaren Eigenschaften eines neuartigen, künstlich im Labor erzeugten Virus, die damals Anlass gab, dass die Bundeskanzlerin zur Primetime im deutschen Fernsehen von einer der schlimmsten Katastrophen seit Ende des Zweiten Weltkriegs sprach?

Jedenfalls war diese Aussage nicht durch das real existierende Infektionsgeschehen in Deutschland zum damaligen Zeitpunkt begründet – dies wissen wir spätestens seit Veröffentlichung der RKI-Protokolle. Die Frage, was letztlich die unverhältnismässigen Massnahmen seitens der politisch Verantwortlichen damals auslöste, muss jetzt und nicht erst nach weiteren vier Jahren beantwortet werden. Die Antwort darauf ist nicht nur für die Aufarbeitung der vergangenen Corona-Pandemie relevant, sondern insbesondere auch im Hinblick auf die Identifizierung angemessener politischer Massnahmen bei zukünftigen Pandemien.

Roland Wiesendanger ist Physikprofessor an der Universität Hamburg sowie Ehrendoktor der Technischen Universität Posen. Er ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Wissenschaftsakademien, darunter auch der beiden nationalen Akademien Leopoldina und Acatech. Er ist ferner Fellow mehrerer internationaler Wissenschaftsorganisationen und ist durch über sechshundert wissenschaftliche Publikationen sowie über sechshundert wissenschaftliche Vorträge in verschiedenen Wissenschaftsbereichen weltweit bekannt und vernetzt.

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