Kulturkampf in der CDU: Jeder Hinterbänkler stimmt ins Merz-Bashing ein. Dabei sagt der Chef das Richtige
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Kulturkampf in der CDU: Jeder Hinterbänkler stimmt ins Merz-Bashing ein. Dabei sagt der Chef das Richtige

Tobias wer? Noch ein Merz-Kritiker hat sich in den medialen Wettstreit um das Merz-Bashing der Woche eingeschaltet.

Tobias Hans, zuletzt von sich hören machend als CDU-Chef, der das sicher zu gewinnende Saarland gegen die Wand fuhr und als Parteichef deswegen zurücktrat, zweifelt an der Kanzlereignung des Parteichefs Friedrich Merz.

Hört, hört!

CHRISTOPH SOEDER / KEYSTONE
PRODUKTION - 05
CHRISTOPH SOEDER / KEYSTONE

Keine Frage, die Merz-Gegner innerhalb der CDU machen aktuell mit jedem letzten Hemd mobil, um die Weichen für den potenziellen Kanzlerkandidaten Hendrik Wüst rechtzeitig zu stellen. Da ist jeder Hanswurst von der Hinterbank willkommen. Dabei hat Merz in seinem Sommerinterview im ZDF nichts weiter bestätigt als das, was selbst die Grünen und die SPD auf kommunaler Ebene erwiesenermassen längst praktizieren: dass sie mit Abgeordneten oder gar Funktionsträgern der AfD konstruktiv arbeiten – immerhin sind sie rechtmässig demokratisch gewählt – und ansonsten nicht müde werden, ihren Abscheu gegenüber der AfD medienwirksam zu dokumentieren.

Die Brandmauer steht! Wunderbar ist dennoch in den sozialen Netzwerken zu beobachten, wie in einem orchestrierten Betrieb all jene sich gegen Merz zu Wort melden und ihn absichtlich falsch verstehen, die sich längst für die neue CDU der Mitte aufstellen, deren Reichweite von ganz links bis rechts neben den Grünen nur noch eine kleine Range an Nebenmeinungen toleriert.

Tobias Hans möchte die AfD übrigens mit «CO2-Einsparungen, mehr Elektromobilität, neuen Technologien» bekämpfen. Das wird sicher Zuwächse im zweistelligen Bereich geben bei der nächsten Bundestagswahl. Für die AfD.

Die CDU wird sich selbst marginalisieren, sollte sie vor der Bundestagswahl nicht endlich einen eigenen Kurs einschlagen, um sich stattdessen nahezu unterwürfig den Grünen als Koalitionspartner vor die Füsse oder auch zum Frass vorzuwerfen. Nun hatte Friedrich Merz wirklich alle Zeit der Welt, sich als Parteichef der CDU und auch die Partei selbst inhaltlich nach der Merkel-Ära und all ihren Wahnsinnstaten, angefangen von Grenzöffnungen bis zum Energieausverkauf des Landes, neu zu positionieren. Er hat es nicht einmal versucht.

Selbst in der Berliner Parteizentrale hat er jene weiter in seinem direkten Umfeld arbeiten lassen, die ihn vorher partout als Parteichef verhindern wollten. Nicht einmal Parteimitglieder konnten den Namen seines alten Generalsekretärs fehlerfrei buchstabieren. Wozu auch? Hat er in seiner Amtszeit auch nur einmal etwas Relevantes gesagt?

Carsten Linnemann soll es nun richten. Vielleicht kommt er zu spät. Medial haben Merz-Statements derzeit eine Halbwertszeit von nicht einmal 24 Stunden, weil er einknickt und zurückrudert, sobald sich eine links-grüne Nase aus den eigenen Reihen empört.

Wenn er Kanzler werden will, muss er den Krieg in den eigenen Reihen endlich annehmen.

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