Im Vorfeld der Landtagswahlen 2026 signalisiert die Linkspartei Bereitschaft, eine CDU-geführte Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt zu unterstützen – unter bestimmten Bedingungen. Parteichef Jan van Aken sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, man wolle verhindern, dass die AfD Regierungsverantwortung übernehme. «Dann haben sie Zugriff auf Polizei und Justiz – das wäre fatal für Andersdenkende und Verteidiger der Demokratie.»
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Eine Koalition mit der CDU schliesst die Linke aus, ebenso eine formale Tolerierung. Van Aken spricht von einer «konstruktiven Opposition» nach dem Vorbild Thüringens und Sachsens. Die Unterstützung für eine CDU-Regierung sei möglich, wenn ausgeschlossen werde, dass diese sich auf AfD-Stimmen stützt – und wenn bestimmte politische Forderungen der Linken erfüllt würden.
Mit Blick auf das kommende Wahljahr zeigt sich van Aken ehrgeizig. Die Linke wolle erstmals in die Landtage von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz einziehen. «Wenn das klappt, sehe ich uns 2028 sogar in Bayern im Landtag», so van Aken. Bundesweit peile man ein zweistelliges Ergebnis an: «Mein Ziel ist, mindestens 15 Prozent bei der nächsten Bundestagswahl zu erreichen.»
In Berlin will die Partei stärkste Kraft werden. Spitzenkandidatin Elif Eralp solle Regierende Bürgermeisterin werden. «Sie wird gewinnen, weil sie die Themen des Alltags in den Mittelpunkt stellt», erklärte van Aken.