Ueli Maurer hat während seiner Karriere nie ein Blatt vor den Mund genommen. Der Ex-Bundesrat und ehemalige SVP-Parteipräsident hat stets das gemacht, was er für richtig hielt.
Dabei funktionierte nicht immer alles. Aber er ist immer zu seinen Überzeugungen gestanden.
Nun hat er entschieden, eine Einladung aus China anzunehmen: Das Land hat den Zürcher als Ehrengast zu einer Militärparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs eingeladen. Gäste aus der ganzen Welt reisen nach Peking, um den Chinesen die Ehre zu erweisen.
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Zur Erinnerung: Das Reich der Mitte wurde von Japan brutal überfallen – mit zahlreichen Massakern und Gräueltaten. Schätzungen gehen von rund zehn Millionen getöteten Zivilisten und mehr als drei Millionen getöteten Soldaten aus. Der Krieg endete mit der Kapitulation Japans am 2. September 1945.
Dass Ueli Maurer an diesem Tag des Gedenkens die Schweiz vertritt und den Opfern Respekt zollt, ist wichtig und richtig. Wenn Linke wie Fabian Molina «Skandal» rufen und behaupten, Maurer erwecke den Eindruck, er sei in offizieller Mission unterwegs, könnte das falscher nicht sein.
Im Gegenteil: Es ist zu hoffen, dass Maurer an diesem Tag die Eidgenossenschaft würdig vertritt und gemeinsam mit anderen Politikern daran erinnert, was das chinesische Volk in jener Zeit erleiden musste.