Der Preis der neuen US-Kampfjets F-35 war ein grosser politischer Aufreger im verflossenen Jahr. Die Schweiz werde 36 supermoderne Flieger von den USA kaufen, die insgesamt gegen sechs Milliarden Franken kosten würden. So wurde es den Stimmbürgern vor der Abstimmung im September 2020 von Verteidigungsministerin Viola Amherd (die Mitte) vorgegaukelt.
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Schon unmittelbar danach gab es allerdings kritische Stimmen, die davor warnten, dass die Flieger tatsächlich mehr kosten könnten. Aber Amherd und ihre Armee-Funktionäre beteuerten weiterhin unablässlich, dass die Verträge mit den USA absolut wasserdicht seien und dass, gestützt darauf, die Kampfjets nicht mehr als sechs Milliarden Franken kosten würden.
Das war ein Märchen.
Nach dem Rücktritt der Verteidigungsministerin im Frühjahr musste ihr Nachfolger Martin Pfister schliesslich einräumen, dass die Flugzeuge tatsächlich wohl über eine Milliarde Franken teurer werden. Um das ursprüngliche Kostendach einzuhalten, will der neue Verteidigungsminister nun weniger F-35 von den USA posten als ursprünglich gedacht.