Magdeburg-Attentäter drohte, nichts geschah: Faesers Innenministerium schiebt Schuld auf Social-Media-Plattform X
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Die Weltwoche

Magdeburg-Attentäter drohte, nichts geschah: Faesers Innenministerium schiebt Schuld auf Social-Media-Plattform X

Monate vor dem tödlichen Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt hinterlies Taleb al-Abdulmohsen eine Drohung direkt unter einem Beitrag von Innenministerin Nancy Faeser (SPD) auf der Plattform X. Der 50-Jährige schrieb im Mai 2024: «Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich dieses Jahr sterben werde, um Gerechtigkeit zu schaffen.» Eine weitere Botschaft lautete: «Deutscher Terrorismus wird zur Rechenschaft gezogen.» Dennoch erfolgte keine Reaktion der Behörden, die Weltwoche berichtete.

MATTHIAS BEIN / KEYSTONE
Magdeburg-Attentäter drohte, nichts geschah: Faesers Innenministerium schiebt Schuld auf Social-Media-Plattform X
MATTHIAS BEIN / KEYSTONE

Das Innenministerium wies jegliche Verantwortung zurück. Die Behörde von SPD-Ministerin Nancy Faeser erklärte gegenüber der Bild-Zeitung, dass Plattformen wie X für die Überwachung und Entfernung solcher Inhalte zuständig seien. Dies steht im Widerspruch zu den eigenen Social-Media-Richtlinien des Ministeriums, die besagen, dass Kommentare überprüft und bei Bedarf gelöscht werden können. Die Verantwortung, schreibt ein Sprecher, liege bei X – und nicht beim Ministerium.

Für die Bild-Zeitung bedeutet das: Das Innenministerium habe die Kommentare «sehr wohl beobachtet». «Und dennoch passierte bei dieser düsteren Drohnung offenbar nichts.»

Taleb al-Abdulmohsen, der seit 2015 den Sicherheitsbehörden als potenziell gefährlich bekannt war, raste am 22. Dezember mit einem Fahrzeug über den Weihnachtsmarkt und tötete fünf Menschen. Über 200 Personen wurden verletzt.

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