«Mangelnde Solidarität»: Spanien kritisiert Merz, weil er nach Kritik von Trump schwieg
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«Mangelnde Solidarität»: Spanien kritisiert Merz, weil er nach Kritik von Trump schwieg

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«Mangelnde Solidarität»: Spanien kritisiert Merz, weil er nach Kritik von Trump schwieg
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Spanien hat Bundeskanzler Friedrich Merz mangelnde Solidarität nach Kritik von US-Präsident Donald Trump an dem Nato-Partner vorgeworfen. Der spanische Aussenminister José Manuel Albares äusserte gegenüber dem Fernsehsender RTVE seine «Überraschung» über die Reaktion der deutschen Regierung.

Albares sagte, innerhalb der Europäischen Union erwarte man gegenseitige Unterstützung. «Wenn man mit einem anderen Land eine Währung, eine gemeinsame Handelspolitik und einen gemeinsamen Markt teilt, erwartet man dieselbe Solidarität», erklärte er.

J.J.GUILLEN / KEYSTONE
Spaniens Aussenminister José Manuel Albares.
J.J.GUILLEN / KEYSTONE

Trump hatte am Dienstag bei einem Treffen mit Merz im Weissen Haus die Regierungen von Spanien und Grossbritannien kritisiert. «Einige europäische Länder wie Spanien haben sich schrecklich verhalten», sagte Trump mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. «Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen.»

Merz reagierte während des Treffens vor laufenden Kameras nicht auf die Kritik des US-Präsidenten. Später stellte er jedoch klar, dass Spanien als Mitglied der Europäischen Union nicht isoliert behandelt werden könne. Verhandlungen über ein Zollabkommen mit den USA würden «nur gemeinsam oder gar nicht» geführt.

Albares zog zugleich einen Vergleich mit früheren deutschen Regierungschefs. «Seit wir in der Regierung sind, haben wir drei Bundeskanzler erlebt: Merkel, Scholz und jetzt Merz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Merkel oder Scholz solche Aussagen getroffen hätten.»

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