SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich bei «Markus Lanz» eine unangenehme Blösse gegeben. Im Gespräch über das neue SPD-Grundsatzprogramm konnte der studierte Volks- und Betriebswirt zentrale Zahlen zur Sozialpolitik nicht benennen – und wurde vom Talkmaster vorgeführt, schreibt die Bild-Zeitung.
Lanz: «Wissen Sie, wie viel Deutschland mittlerweile für Soziales ausgibt?» Klüssendorfs Antwort: «Ein Drittel, die Hälfte ungefähr.» Auf die Nachfrage nach dem Anteil am Bruttoinlandsprodukt wurde es peinlich: «Also das BIP ist bei 1 Komma irgendwas? Ich kann es jetzt nicht in Zahlen beziffern.»
Markus Hertrich/ZDF
Der Talkmaster liess nicht locker. Klüssendorf sprach von einer «Sozialquote von 50 Prozent», versuchte sich in Relativierungen – und gestand letztlich, keine genauen Zahlen parat zu haben. Lanz lieferte sie: Etwa 1,3 Billionen Euro pro Jahr werden für soziale Leistungen ausgegeben.
Noch deutlicher wurde die Unsicherheit beim Thema Krankenkassenzuschüsse. Auf die Frage, wie hoch der jährliche Bundeszuschuss sei, musste Klüssendorf erneut passen. Erst als Lanz die Zahl nannte – über 13 Milliarden Euro –, konnte der SPD-Mann die Aussage einordnen: «Ach so. Ja, klar. Wegen der Bürgergeldempfänger.»