«Massnahme zwingend notwendig»: Deutschlands grösster Privatsender RTL streicht 600 Stellen
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«Massnahme zwingend notwendig»: Deutschlands grösster Privatsender RTL streicht 600 Stellen

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«Massnahme zwingend notwendig»: Deutschlands grösster Privatsender RTL streicht 600 Stellen
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Deutschlands grösster Privatsender RTL kündigt den Abbau von 600 Arbeitsplätzen an. Betroffen sind alle Bereiche und Standorte des Unternehmens, zu dem unter anderem RTL, Vox und n-tv gehören, berichtet die Bild-Zeitung. Der Schritt sei Teil eines umfassenden Umbaus hin zu einem stärker streamingfokussierten Medienkonzern.

THOMAS BANNEYER / KEYSTONE
ARCHIV - 08
THOMAS BANNEYER / KEYSTONE

In einer internen Mitteilung informierte die Geschäftsführung die rund 7500 Mitarbeitenden über die Pläne. Man wolle Kosten- und Unternehmensstrukturen verschlanken, um den Wandel vom klassischen Fernsehen zum Streaming «zukunftssicher» zu gestalten, so der Sender. Die Gespräche mit betroffenen Mitarbeitenden sollen am 7. Januar beginnen. Vorgesehen seien Abfindungen und Altersteilzeitregelungen.

Der Einbruch der linearen TV-Werbeerlöse – seit 2019 ein Minus von über 20 Prozent – habe die Entscheidung notwendig gemacht. Gleichzeitig sei die Zahl der zahlenden Abonnenten des hauseigenen Streamingdienstes RTL+ von 0,8 auf 6,6 Millionen gestiegen. «Diese Massnahmen sind tiefgreifend, aber zwingend notwendig», so CEO Stephan Schmitter. Man schaffe damit die strukturellen Voraussetzungen für eine «nachhaltige» Stärkung des Unternehmens.

Schmitter verweist zudem auf die geplante Übernahme von Sky Deutschland. Gemeinsam mit gezielten Investitionen in Inhalte, Technologie und publizistische Formate wolle man RTL zukunftsfest machen. Der Ausbau digitaler Angebote habe dabei Priorität.

Intern gibt es indes auch Unmut. Laut Medienberichten herrscht bei Teilen der Belegschaft Frust über das millionenschwere Engagement für Stefan Raab. Dessen TV-Comeback bleibt bislang weit hinter den Erwartungen zurück. Die Quoten sind schwach, das Investitionsvolumen – kolportierte 90 Millionen Euro über fünf Jahre – hoch.

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