Die international vielbeachtete «Global Sumud Flotilla» um Greta Thunberg gerät wegen ihrer ökologischen Bilanz in die Kritik. Nach Recherchen der Jerusalem Post verursachte der Protestkonvoi, der angeblich im Zeichen der Menschenrechte und Nachhaltigkeit stand, mehr als 100 Tonnen CO2-Emissionen. Die Flotte bestand aus sechs Schiffen, die in Frankreich starteten und über mehrere Etappen Richtung Mittelmeer unterwegs waren – begleitet von Dutzenden Begleitflügen, darunter Charter- und Linienmaschinen.
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Insbesondere die Teilnahme von Greta Thunberg sorgt für Widerspruch. Die schwedische Klimaaktivistin, die sich öffentlich für Nullemissionen und klimaschonendes Reisen einsetzt, flog laut Bericht selbst nach Marseille, um dort auf einem der Schiffe öffentlichkeitswirksam aufzutreten. Auch andere prominente Aktivisten aus Deutschland, der Schweiz und Schweden sollen geflogen sein.
Laut CO2-Rechner der israelischen Umweltbehörde entspricht der Emissionsausstoss der Flottille dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von über zwanzig europäischen Haushalten. Hinzu kommen der Einsatz von Schiffsdiesel, Transportlogistik und digitale Infrastruktur. Ein israelischer Umweltanalyst kommentierte gegenüber der Jerusalem Post: «Die Doppelmoral ist frappierend – diese Aktivisten predigen Nachhaltigkeit, reisen aber wie Politiker auf Wahlkampftour.»
Das Kollektiv Global Sumud hat auf die Vorwürfe bislang nicht reagiert.