Nach mehreren Fehlschlägen hat SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, seinen bislang erfolgreichsten Testflug mit dem riesigen Starship-Raketensystem absolviert. Die 120 Meter hohe Rakete hob von der Starbase in Südtexas ab und platzierte acht Testsatelliten im Orbit. Die Raumkapsel landete anschliessend im Indischen Ozean, die Trägerrakete «Super Heavy» kehrte in den Golf von Mexiko zurück – ein Meilenstein für das Projekt von Elon Musk.
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Wie die Financial Times berichtet, markiert dieser zehnte Start den Wendepunkt in einem ambitionierten Raumfahrtprogramm, das zuletzt durch Rückschläge geprägt war. Im Juni explodierte das System beim Start, im Mai versagten beim neunten Flug die Auslösemechanismen für die Satelliten. Zwei frühere Versuche endeten mit unkontrollierten Explosionen über der Karibik, woraufhin die US-Luftfahrtbehörde FAA eine längere Startpause verhängte.
Mit Starship will SpaceX nicht nur Fracht, sondern künftig auch Menschen zum Mond und zum Mars bringen. Die enorme Transportkapazität – bis zu 250 Tonnen – soll auch die nächste Ausbaustufe des Starlink-Satellitennetzwerks ermöglichen. Der jüngste Erfolg stützt Musks Anspruch auf Marktführerschaft: Wettbewerber wie Blue Origin (Jeff Bezos) und Boeing bleiben bislang hinter SpaceX zurück.
Parallel treibt der finanzielle Erfolg von Starlink die Bewertung des Konzerns nach oben: In einem internen Aktienverkauf wurde SpaceX zuletzt mit 400 Milliarden Dollar bewertet. Rückendeckung kommt zudem aus Washington: Präsident Donald Trump unterzeichnete im August ein Dekret zur Lockerung von Vorschriften für private Raumfahrtanbieter – trotz früherer Drohungen, SpaceX-Aufträge zu streichen.