Friedrich Merz liebt den grossen Auftritt. Möglichst international. Probleme in den Niederungen der Innenpolitik fasst er mit spitzen Fingern an.
Er dreht das ganz grosse Rad. Nun bekräftigte der Kanzler die Bereitschaft, nach dem Iran-Krieg zur Sicherheit in der Region beizutragen. Berlin könne «viel tun, bis hin auch zu der Öffnung der Seewege und sie freizuhalten».
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Na, das ist doch eine Ansage. Gut, er hat sie nicht mit dem Inspekteur der Bundesmarine abgesprochen. Auch auf den maroden Bundeshaushalt hat er keinen zweiten Blick geworfen. Macht nichts, es klingt toll.
Wenn Merz nur nicht weitergesprochen hätte. Deutschland könne «nur dann» helfen, «wenn die Kampfhandlungen beendet sind», fügte er kleinlaut hinzu. Für einen Einsatz sei zudem ein internationales Mandat nötig, «das wir gegenwärtig nicht haben». Deswegen stünden «noch viele Schritte vor uns, bevor wir überhaupt über ein solches Thema nachdenken können».
Äh, ja. Erst nachdenken. Dann reden. Aber an dieser Reihenfolge muss der deutsche Kanzler wohl noch arbeiten.