Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) strebt eine zweite Amtszeit nach der für 2029 geplanten Bundestagswahl an. «Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen», sagte der 70-Jährige beim Politischen Aschermittwoch in Trier. Er verwies darauf, dass sein Vater im Januar 102 Jahre alt geworden sei.
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An den rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Gordon Schnieder gerichtet, sagte Merz: «Wenn wir dann, sagen wir in fünf Jahren, hier wieder stehen, dann möchte ich, dass wir beide gemeinsam, du als Ministerpräsident, ich im Amt als Bundeskanzler, wir beide zurückschauen und sagen: Das waren harte Zeiten, aber wir haben damals in der CDU Deutschlands und in dieser Bundesregierung und in dieser Landesregierung, geführt von Gordon Schnieder, die richtigen Entscheidungen getroffen.»
Merz wurde am 11. November 70 Jahre alt und ist der älteste Bundeskanzler seit Konrad Adenauer, der 1963 im Alter von 87 Jahren aus dem Amt schied. Am Freitag will sich Merz auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart zum dritten Mal zum Parteichef wählen lassen.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte ihm zuletzt eine lange politische Zukunft zugetraut. «Er hat’s selber gesagt: Sein Vater ist über 100 Jahre alt, seine Mutter knapp drunter», sagte Linnemann dem Stern. «Er hat also die Gene, dass er noch sehr lange Politik machen kann.» Eine Debatte über eine erneute Kanzlerkandidatur halte er jedoch für verfrüht. «Ich gehe davon aus, aber das ist keine Frage, die sich im Jahr 2026 stellt.»