Friedrich Merz hatte eine Idee. Der Kanzler und sieben weitere Regierungschefs fordern ein EU-Einreiseverbot für russische Soldaten, die in der Ukraine gekämpft haben.
Sie stellten ein schwerwiegendes Risiko für die innere Sicherheit dar, schreiben die Politiker. Ihre gemeinsamen Merkmale seien Kampferfahrung und die Anwendung von Gewalt.
Offenbar anders als ukrainische Soldaten, die auch nach mehreren Fronteinsätzen keine Erfahrung haben. Vermutlich, weil sie gewaltfrei gekämpft haben.
Michael Kappeler/DPA/Keystone
Wie absurd die Forderung ist, zeigt ein Vergleich: Bislang ist kein Fall bekannt, dass ein russischer Soldat die innere Sicherheit der EU gefährdete. Doch viele Fälle islamistischer Gewalttäter sind bekannt. Die kommen sowieso ohne Papiere ins Land.
Mittlerweile türmt sich die nächste Fluchtwelle vor Europas Küsten auf – wenn Israel und die USA den Iran zerschlagen haben. Hunderttausende indoktrinierte und gewaltbereite Mitglieder der Revolutionsgarden stehen bereit.
Darüber zerbrechen sich Merz und Co. nicht die Köpfe. Wozu auch. Es geht ihnen nicht um die Sicherheit der EU und ihrer Bürger. Es geht ihnen darum, Russland und russische Bürger zu diskriminieren und aus der Weltgemeinschaft zu verbannen.
Die Masche gibt es seit Iwan dem Schrecklichen. Sie wird dadurch weder wahrer noch erfolgreicher.