Meta-Chef Mark Zuckerberg hat eine massive Investitionsoffensive angekündigt: Der Konzern plant, in den kommenden Jahren mehrere neue Rechenzentren zu errichten, die in ihrer Fläche den Kernteil des New Yorker Stadtteils Manhattan füllen könnten. Mit dieser Infrastruktur will Meta in der globalen KI-Entwicklung zur Spitze aufschliessen. Dafür sollen langfristig «Hunderte Milliarden Dollar» fliessen, wie Zuckerberg auf Threads schrieb. Allein für dieses Jahr veranschlagt Meta über 70 Milliarden Dollar.
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Das erste neue Rechenzentrum, genannt Prometheus, soll 2026 ans Netz gehen. Eine weitere Anlage namens Hyperion werde in der Endausbaustufe genug Strom verbrauchen, um mehr als vier Millionen US-Haushalte ein Jahr lang zu versorgen, schätzt ein Expertenteam.
Hintergrund der Investitionen ist laut Zuckerberg die Unzufriedenheit mit dem bisherigen Entwicklungstempo von Meta in Sachen leistungsstarker KI. Um aufzuholen, hat das Unternehmen zuletzt massiv in Top-Talente investiert, darunter ein ehemaliger Apple-KI-Entwickler, der laut Medienberichten mit einem Vergütungspaket in Höhe von 200 Millionen Dollar gelockt wurde. Als neuer KI-Chef wurde Alexandr Wang verpflichtet, Mitgründer von Scale AI – ein Unternehmen, an dem Meta mittlerweile mit 49 Prozent beteiligt ist.
Meta will unter anderem mit Open AI, dem Entwickler von Chat GPT, konkurrieren. Auch Elon Musks KI-Firma xAI steckt Milliarden in den Aufbau eigener Rechenzentren. Diese Konkurrenzsituation könnte laut Tages-Anzeiger einen Strategiewechsel bei Meta einleiten: So erwäge der Konzern bei seinem leistungsstärksten Modell «Behemoth», vom bisherigen Open-Source-Ansatz abzurücken. Bisher hatte Meta stets auf offene Software-Architekturen gesetzt. Ein Wechsel zu proprietärer Software wäre eine Kehrtwende.