Hört man das Triumphgeheul von Amerikas Kriegsminister Pete Hegseth und dessen oberstem Kriegsherrn Donald Trump, glaubt man, dass im Iran-Krieg King Kong Godzilla niederringen würde.
Tatsächlich ist es weniger spektakulär. King Kong knüpft sich eine Echse vor, die höchstens die Grösse eines Nilkrokodils hat.
Die USA sind die mit Abstand grösste Militärmacht der Welt, ihr israelischer Verbündeter der militärisch stärkste Staat im Nahen Osten. Nichts und niemand kann sich ihnen widersetzen, auch nicht der Iran, der in einer Rangliste militärischer Stärke auf Platz vierzehn liegt – hinter Italien und Indonesien.
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Die Siegesgewissheit von Hegseth und Trump klingt daher wie die Angeberei von Schulhof-Bullys, die einem schwächeren Schüler die – um den Präsidenten zu zitieren – «Scheisse herausprügeln». Hegseth wurde noch ehrlicher: Nie sei es ein ehrlicher Kampf gewesen. Man werde auf die Iraner eindreschen, auch wenn sie schon am Boden liegen.
Komisch. Das Hollywood-Image Amerikas war doch immer das einer fairen, ehrlichen Nation, die fair und ehrlich kämpft – mano a mano gewissermassen.
Dass man sich so täuschen kann.