«Mullah-Broker» in Europa: Recherchen der «Welt» zeigen, wie ein europäisches Firmennetzwerk Teheran beim Wiederaufbau seiner Infrastruktur hilft
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Mullah-Broker» in Europa: Recherchen der «Welt» zeigen, wie ein europäisches Firmennetzwerk Teheran beim Wiederaufbau seiner Infrastruktur hilft

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
«Mullah-Broker» in Europa: Recherchen der «Welt» zeigen, wie ein europäisches Firmennetzwerk Teheran beim Wiederaufbau seiner Infrastruktur hilft
«Mullah-Broker» in Europa: Recherchen der «Welt» zeigen, wie ein europäisches Firmennetzwerk Teheran beim Wiederaufbau seiner Infrastruktur hilft
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Deutschland ist laut Recherchen ein zentraler Knotenpunkt für Beschaffungsnetzwerke des iranischen Regimes. Die Zeitung Die Welt berichtet auf Basis eigener Investigativrecherchen, Auswertungen von Firmenregistern, Sanktionslisten und Behördenangaben, Teheran nutze Firmenstrukturen, um «verdeckt Materialien – häufig für den militärischen Einsatz – zu beschaffen» .

Philipp von Ditfurth/DPA/Keystone
Walzwerk der Badischen Stahlwerke in Kehl (Symbolbild)
Philipp von Ditfurth/DPA/Keystone

Die Journalisten identifizierten insbesondere in Nordrhein-Westfalen ein dichtes Geflecht von Firmen mit Iran-Bezug. Im Zentrum stehen Standorte in Essen und Düsseldorf, an denen Unternehmen gebündelt auftreten und Geschäfte koordinieren. Laut den Recherchen sollen über diese Strukturen Maschinen, Ersatzteile und Technologie exportiert worden sein, darunter auch Komponenten für Helikopter.

Die Welt stützt sich dabei auf US-Sanktionsentscheidungen, Ermittlungen deutscher Behörden sowie eigene Vor-Ort-Recherchen. So wurde ein Unternehmer in Essen von den USA sanktioniert, während die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen möglicher Verstösse gegen das Aussenwirtschaftsgesetz aufgenommen hat.

Der deutsche Verfassungsschutz bestätigte gegenüber der Zeitung die grundsätzliche Bedrohungslage. Demnach sei zu erwarten, dass der Iran beschädigte Infrastruktur gezielt mithilfe illegal beschaffter Technologie aus Europa wieder aufbaut. Im Fokus stehen sogenannte Dual-Use-Güter mit ziviler und militärischer Verwendung.

Zusätzlich rekonstruierten die Reporter Finanzstrukturen rund um staatlich kontrollierte Beteiligungsgesellschaften. Diese verwalten Vermögen in Europa und ermöglichen Investitionen trotz Sanktionen. Verbindungen führen auch in die Schweiz, wo Firmen als Drehscheiben für Kapitalflüsse dienen.

Die Recherchen zeichnen das Bild eines über Jahre gewachsenen Netzwerks. Während die USA früh eingriffen, reagierte die EU erst spät. Offene Fragen zu möglichen Sanktionslücken bleiben.

 

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.