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Musk schiesst gegen Trumps Zölle. Wer hat recht?

Trump belegt die Welt mit Zöllen. Elon Musk, nennen wir ihn Trumps Geschäftspartner auf Zeit und dem Präsidenten in nichts nachstehenden Ego-Shooter, lehnt das ab. Zwischen den beiden soll es darüber, so kolportiert die Washington Post, zum Streit gekommen sein.

Wer hat recht? Hier kommt die exklusive Analyse:

Für Trumps Sicht auf die Dinge sprechen drei Punkte:

Pool via AP
Elon Musk listens during a cabinet meeting with President Donald Trump in the White House, Monday, March 24, 2025, in Washington
Pool via AP

Erstens: Die Zölle können Milliarden Dollar in die Staatskasse spülen. Das Geld liesse sich verwenden, um die Steuern zu senken. So würden vor allem Exportnationen die Hauptlast der Zölle tragen – und nicht die amerikanischen Verbraucher, die vielleicht ein bisschen mehr für ausländische Produkte zahlen müssen. America first ginge auf.

Zweitens: Die Zölle führen dazu, dass sich weltweit Firmen entschliessen, in den USA zu produzieren, um keine Abgaben an der Grenze mehr zahlen zu müssen. Die amerikanische Volkswirtschaft freut sich in diesen Fällen über Arbeitsplätze und Steuerzahler.

Drittens: Die US-Zölle setzen andere Länder dermassen unter Druck, dass sie eigene Handelshemmnisse gegenüber den USA streichen, und hinterher ist die Welt aus US-Sicht eine bessere als vorher.

Für Musks Sicht sprechen vier Punkte:

Erstens: Zölle verteuern Produkte und Dienstleistungen für jeden Beteiligten und führen deswegen zu einem allgemeinen Sinken von Wachstum und Wohlstand. Sie wirken wie Steuererhöhungen für alle. Das ist das Szenario, was an der Börse gerade durchgespielt wird und fürs Abrauschen der Kurse nach unten sorgt.

Zweitens: Die USA haben das Vertrauen in sie als Handelspartner verspielt. Wegen der gegen internationale Unternehmen gerichteten Politik des Präsidenten werden ebenjene Unternehmen die USA als Investitionsstandort meiden. Das Geld fliesst in andere Länder.

Drittens: Unter dem Druck der US-Zölle verbünden sich weltweit die grossen Märkte zu neuen Allianzen: China, Indian, Europa, Südamerika, Kanada schmieden Partnerschaften ohne oder sogar gegen die USA. America last sozusagen.

Viertens: Die Altersvorsorge vieler Amerikaner beruht auf Börsenprodukten. Viele verlieren gerade ein Gutteil ihrer privaten Rente, weil Trump die Märkte auf eine Talfahrt schickt, von der sie sich nicht im Laufe von Wochen erholen werden. Der Blick in ihr Depot wird Trump-Wählern zu denken geben und sie wenden sich ab. Es gibt Unruhen im Land.

Die rein quantitative Analyse sagt also: Es steht vier zu drei für Musk – und gegen Trump. Aber wer kann das schon voraussagen, wenn Alphatiere wie diese beiden sich messen.

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