Weniger als 24 Stunden nach dem Attentat auf den konservativen US-Aktivisten Charlie Kirk entlädt sich in sozialen Netzwerken eine Welle hämischer Kommentare – auch aus Deutschland. Während prominente US-Politiker wie Barack Obama, Donald Trump und zahlreiche Medienhäuser den Mord verurteilen, verbreiten linke Kommentatoren in Europa Spott und Verachtung.
ZDF-Drehbuchautor Mario Sixtus twitterte: «Wenn Faschisten sterben, jammern Demokraten nicht.» In einem weiteren Beitrag stellte er den Vergleich an, ein Politiker, der gegen strengere Waffengesetze kämpfe und erschossen werde, unterscheide sich kaum von einem Drogendealer, der an seinem eigenen Stoff sterbe. Auch einen alten Tweet von Kirk mit dem Satz «Guns save lives» kommentierte Sixtus zynisch: «Vielleicht hatte er damit ja doch recht.»
Der Blogger El Hotzo (bürgerlich Sebastian Hotz), bekannt durch das Umfeld von Jan Böhmermann, veröffentlichte ein Bild eines Schimpansen aus der Serie «Unser Charly» mit dem Kommentar «RIP» – ein Beitrag, der vielfach als abwertende Anspielung auf Kirk verstanden wurde.
Für zusätzlichen Unmut sorgte ein Beitrag des Kommunikationschefs der Linken-Fraktionsvorsitzenden Heidi Reichinnek. Felix S. Schulz postete nach der Tat ein Meme aus der BBC-Show «Top Gear» mit dem Text «Oh no! Anyway.» Nach massiver Kritik löschte Schulz das Bild wieder und erklärte, es sei «von Rechtsradikalen in einen Kontext gesetzt worden, den es so nie gegeben hat. Um weiteren Unterstellungen vorzubeugen, habe ich es gelöscht.»
Charlie Kirk war Gründer der konservativen Organisation «Turning Point USA» und ein prominenter Unterstützer von Donald Trump. Er wurde am Mittwoch bei einer öffentlichen Debatte an der Utah Valley University erschossen. Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder.