Nach zwei Jahren Ausschluss wird die AfD 2026 wieder an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen dürfen. Wie ein Sprecher der Konferenz der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, wurden bereits vor Weihnachten Einladungen an Fachpolitiker aller im Bundestag vertretenen Parteien versandt – darunter auch an sicherheits- und aussenpolitische Vertreter der AfD. Die Entscheidung sei vom neuen Konferenzvorsitzenden Wolfgang Ischinger gemeinsam mit dem Stiftungsrat getroffen worden.
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Unter Ischingers Vorgänger Christoph Heusgen war die Partei zwei Jahre in Folge ausgeschlossen worden – 2025 sogar gemeinsam mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), nachdem Vertreter beider Gruppen bei einer Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj demonstrativ den Bundestag verlassen hatten. «Das ist das Gegenteil von Dialog», hatte Heusgen damals erklärt.
Besonders in den USA hatte der Ausschluss für Kritik gesorgt. US-Vizepräsident J. D. Vance hatte 2025 in seiner Rede in München erklärt, «Es gibt keinen Platz für Brandmauern», und warf Europas Regierungen vor, die Demokratie zu gefährden. Im Anschluss traf er sich mit AfD-Chefin Alice Weidel – ein Treffen mit Kanzler Olaf Scholz kam hingegen nicht zustande.
Ob Weidel selbst dieses Jahr eingeladen wird, ist noch offen. Der Einladungsprozess sei nicht abgeschlossen, so der MSC-Sprecher. «Die MSC behält sich vor, weitere relevante Politikerinnen und Politiker aus dem In- und Ausland zur Konferenz einzuladen.»