Das deutsche Bundesministerium des Innern (BMI) hat das «Königreich Deutschland» verboten. Bei Mitgliedern der Gruppierung, die einem selbsternannten «König» untersteht, gab es Hausdurchsuchungen, einzelne Personen wurden festgenommen.
Das Schweizer Fernsehen war danach schnell zur Hand mit einer «Einordnung», wie es neudeutsch heisst. Der hauseigene «Fachredaktor für Extremismus» kam zum Schluss, es gebe bei den «Reichsbürgern» «immer wieder Überlappungen und Verbindungen zu gewaltbereiten Rechtsextremen».
AfD, Neonazis, übereifrige Patrioten und nun eben auch die Reichsbürger: alles derselbe rechte Sumpf, so die Aussage.
Diese Einschätzung stimmt allerdings in keiner Weise mit derjenigen direkt vor Ort überein. Das BMI selbst hält auf seiner Webseite fest, die Bewegung der «Reichsbürger» sei «zersplittert, vielschichtig und unübersichtlich».
Und weiter heisst es: «Entgegen weitverbreiteter Annahmen ist nur ein geringer Teil der Szene dem Rechtsextremismus zuzuordnen».
Also so ziemlich das Gegenteil von dem, was SRF seinem Publikum suggeriert. Das macht auch Sinn, denn irgendwann muss man sich entscheiden: Wollen nun die Rechtsextremen das Dritte Reich aufleben lassen oder zurückkehren zur Monarchie?
Andererseits ist der Reflex bei SRF verständlich. Wer will schon eine solche Gelegenheit auslassen, die Angst vor allem, was «rechts» ist, zu schüren?